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			<title>Recherches Germaniques</title>
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			<pubDate>Tue, 08 Sep 2026 12:27:33 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
			<comments>https://decaf-de.literaturtirol.at/wiki/Diskussion:Recherches_Germaniques</comments>
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			<title>Arthur Schnitzler</title>
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			<description>&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Die Rezeption von Schnitzlers Werken in Frankreich&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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In Einzelausgaben sind mehrere Prosawerke Schnitzlers im Buchhandel verfügbar: u.a. &amp;#039;&amp;#039;Mademoiselle Else&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Vienne au crépuscule&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Thérèse. Chronique d’une vie de femme&amp;#039;&amp;#039;, der Novellenband &amp;#039;&amp;#039;La Pénombre des âmes&amp;#039;&amp;#039; und, vor allem, &amp;#039;&amp;#039;Traumnovelle&amp;#039;&amp;#039;, von der es drei verschiedene Übersetzungen gibt, und zwar jene von Dominique Auclères aus dem Jahr 1953 (&amp;#039;&amp;#039;Rien qu’un rêve&amp;#039;&amp;#039;, die u.a. 1999 von den éditions Pocket gemeinsam mit dem Drehbuch des Films &amp;#039;&amp;#039;Eyes wide shut&amp;#039;&amp;#039; von Stanley Kubrick&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.filmportal.de/person/stanley-kubrick_5ab2e5a6edf543f799fff56c605a8b4d&amp;lt;/ref&amp;gt; wiederaufgelegt wurde), &amp;#039;&amp;#039;La Nouvelle rêvée&amp;#039;&amp;#039; (Philippe Forget, 1991) und &amp;#039;&amp;#039;Double rêve&amp;#039;&amp;#039; (Pierre Deshusses&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.babelio.com/auteur/Pierre-Deshusses/91534&amp;lt;/ref&amp;gt;, 2010, die 2014 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Nouvelle de rêve&amp;#039;&amp;#039; für die französische Version der „Graphic Novel“ von Jakob Hinrichs&amp;lt;ref&amp;gt;http://illustration.jakobhinrichs.com/&amp;lt;/ref&amp;gt; verwendet wurde). Zu nennen sind auch zwei Bände Aphorismen, übersetzt von Pierre Deshusses: &amp;#039;&amp;#039;Relations et solitudes&amp;#039;&amp;#039; (1988, 1991) und &amp;#039;&amp;#039;La Transparence impossible&amp;#039;&amp;#039; (1990, 1992).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Zwar wird Schnitzler – im Gegensatz zu Zweig – nicht die Ehre zuteil, in die prestigeträchtige Reihe der „Pléiade“ aufgenommen zu werden, immerhin ist aber eine von Brigitte Vergne-Cain&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.babelio.com/auteur/Brigitte-Vergne-Cain/63628&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gérard Rudent&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.babelio.com/auteur/Gerard-Rudent/97012&amp;lt;/ref&amp;gt; editierte und kommentierte zweibändige Ausgabe der erzählenden Schriften Schnitzlers, &amp;#039;&amp;#039;Romans et nouvelles&amp;#039;&amp;#039;, 1994 und 1996 in der Reihe „La Pochothèque“ zu erwähnen. 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			<pubDate>Tue, 08 Sep 2026 12:04:02 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Henri-René Lenormand</title>
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			<description>&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Wiener Lenormand-Aufführungen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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			<pubDate>Thu, 03 Sep 2026 11:55:24 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Jacques Droz</title>
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			<description>&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „Jacques Droz (geboren am 12. März 1909 in Paris, gestorben am 3. März 1998 in Paris) ist vor allem für seine Arbeiten als Deutschlandhistoriker bekannt. Doch ein anhaltendes Interesse an Mitteleuropa und insbesondere an Österreich prägte seine Forschungen. In all seinen Veröffentlichungen verfolgte er einen Ansatz, bei dem die politische Geschichte als Zugang zum Verständnis nationaler Besonderheiten, unter anderem der österreichischen, im Mittelp…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Jacques Droz (geboren am 12. März 1909 in Paris, gestorben am 3. März 1998 in Paris) ist vor allem für seine Arbeiten als Deutschlandhistoriker bekannt. Doch ein anhaltendes Interesse an Mitteleuropa und insbesondere an Österreich prägte seine Forschungen. In all seinen Veröffentlichungen verfolgte er einen Ansatz, bei dem die politische Geschichte als Zugang zum Verständnis nationaler Besonderheiten, unter anderem der österreichischen, im Mittelpunkt stand. Auch wenn er als „Historiker des ‚alten Österreichs‘“ bezeichnet wurde und sich in dieser Hinsicht zwischen Victor-Lucien Tapié (dessen Student er war) und Jean Béranger&amp;lt;ref&amp;gt;Le Rider 1994: 429&amp;lt;/ref&amp;gt; einordnete, versäumte er es nicht, die späteren Entwicklungen Österreichs zu berücksichtigen und die Neugründung der Republik auf neuen politischen Grundlagen zu würdigen. Droz stand nicht in der Tradition der &amp;#039;&amp;#039;Annales-Schule&amp;#039;&amp;#039;, doch seine umfassenden, sowohl persönlichen als auch kollektiven Synthesen zum politischen Leben und zu den politischen Doktrinen des Sozialismus haben ihm internationale Anerkennung verschafft, vor allem im deutschsprachigen Raum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Biographie==&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch des Pariser Lycée Louis-le-Grand belegte Droz 1932 den zweiten Platz bei der Agrégation in Geschichte. Bereits bei seiner ersten Veröffentlichung hob der deutsche Verfasser des Vorworts die Methodik des jungen Historikers hervor: „Heranziehung zum Teil schwer erreichbaren Quellenmaterials“, wobei er „auf teilweise schwer zugängliche Quellen zurückgreift“&amp;lt;ref&amp;gt;Droz 1932: V&amp;lt;/ref&amp;gt;. Pierre Renouvin&amp;lt;ref&amp;gt;https://cths.fr/an/savant.php?id=1955&amp;lt;/ref&amp;gt;, der seine Doktorarbeit über den rheinischen Liberalismus betreute, lenkte ihn in die Richtung einer diplomatischen und politischen Geschichte, die in einem entschieden europäischen Ansatz verankert war. Im Rahmen dieser Forschungsarbeit verbrachte Droz 1934–1935 ein höchst prägendes Jahr in Deutschland, wo er die Diktatur hautnah erlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr nach Frankreich unterrichtete er an Gymnasien, zunächst in Colmar, dann in Paris. Droz wurde 1939 zum Militärdienst einberufen, ab 1940 unterrichtete er dann wieder. Nach der Verteidigung seiner Dissertation im Jahr 1944 hatte er kurzzeitig eine Stelle als Dozent in Dijon inne und wurde anschließend Professor und Dekan in Clermont-Ferrand (von 1947 bis 1962). 1962 wurde er an die Sorbonne berufen, wo er seine akademische Laufbahn bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1978 fortsetzte, abgesehen von einer kurzen Zeit an der experimentellen Hochschule in Vincennes (1969–1970).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Engagement für die historische Erforschung des Donauraums zeigt sich in seiner pädagogischen Tätigkeit: Er veröffentlichte Lehrbücher (diplomatische Geschichte, Geschichte des 19. Jahrhunderts), deren Ziel es war, zu einer einheitlichen europäischen Geschichtsschreibung beizutragen, die über Deutschland und Österreich hinaus auch die Nachfolgestaaten der Habsburgermonarchie einbezog. Zudem war er an der Gründung des Instituts für Europäische Geschichte in Mainz (1950) beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl in seinen eigenen als auch in kollektiven Arbeiten (er bezog den tschechischen Historiker Jiří Koralka&amp;lt;ref&amp;gt;https://explore.gnd.network/gnd/121253295&amp;lt;/ref&amp;gt; und den Slowenen Fran Zwitter&amp;lt;ref&amp;gt;https://catalogue.bnf.fr/ark:/12148/cb122110603&amp;lt;/ref&amp;gt; mit ein, um den Wissensstand zu vervollständigen) entwickelte er eine ereignisorientierte Geschichtsschreibung und eine Geschichte der Ideen, in denen der politische Akteur, dessen Doktrin und die Wege ihrer Verbreitung eine entscheidende Rolle spielen. Als Historiker, der sich für die Verteidigung einer demokratischen Linie einsetzte, betonte er die Rolle des Individuums gegenüber den Oligarchien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da er nach und nach erblindete, konnte er die Entwicklung im Europa nach dem Kalten Krieg nicht mehr mitverfolgen, darunter die neue Positionierung Österreichs in Ost- und Südosteuropa. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Jacques Droz und Österreich==&lt;br /&gt;
Auch wenn sie in seinem Gesamtwerk nicht den größten Anteil ausmachen, befassen sich doch ein beträchtlicher Anteil seiner Studien mit Österreich. Neben seinen Arbeiten, die ausdrücklich Fragen der österreichischen Geschichte oder sogar aktuelle österreichische Themen behandeln, hat Droz stets an einem vergleichenden Ansatz festgehalten, der den gesamten deutschsprachigen Raum umfasst. Bezeichnenderweise versuchte er bereits in seinem ersten Werk über das Rheinland vor der Reichsgründung die Trennlinien zwischen Deutschland und Österreich zu verstehen, und reihte sich damit in eine bestimmte französische Tradition ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Le Rider 1994 (2).&amp;lt;/ref&amp;gt; So vermerkte er dort in Bezug auf die erste Literaturangabe: H. Friedjung, Der Kampf um die Vorherrschaft in Deutschland 1859–66 (1897-1898): „von einem Österreicher verfasst“. Sich auf Quellen aus erster Hand (insbesondere die Presse) wie auch auf eine umfangreiche Bibliographie stützend, versuchte er, die Entwicklung politischer Ideen vor dem Hintergrund regionaler, sozialer und konfessioneller Besonderheiten möglichst genau zu analysieren. Im Rahmen häufiger Forschungsreisen nach Österreich, dessen Kultur und insbesondere dessen Barockarchitektur er besonders schätzte, hielt er sich wiederholt in Wien auf, wo er eifrig die Universitätsbibliothek besuchte und dabei auch französische Historiker in der Stadtgeschichte des deutschsprachigen Raums ausbildete (Pierre Ayçoberry&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.persee.fr/authority/30662&amp;lt;/ref&amp;gt;). Zudem betreute er die Dissertation von Jean-Paul Bled&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.persee.fr/authority/46910&amp;lt;/ref&amp;gt;, der wie er zum Spezialisten sowohl für das kaiserliche Deutschland als auch für die österreichische Monarchie werden sollte, zum Thema „Die Grundlagen des österreichischen Konservatismus: 1859–1879“ (1982). Seine Rolle in den Österreichstudien zeigt sich deutlich durch seine Mitwirkung im Redaktionskomitee der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Austriaca]]&amp;#039;&amp;#039; bereits ab der ersten Ausgabe. Später wurde er Mitglied des Ehrenkomitees. Ebenso war er an von der Straßburger Studiengruppe zur Habsburgermonarchie 1985 gegründeten Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Études danubiennes&amp;#039;&amp;#039; beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überlegungen von Droz zu Österreich bewerten dessen historische Rolle am Maßstab des Erfolgs oder Scheiterns seines politischen Systems bei der Lösung des „quälenden Nationalitätenproblems“&amp;lt;ref&amp;gt;Droz 1971: 79&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sein Rückblick auf die österreichische Geschichte ist geprägt von einer Reflexion über die Rolle der Eliten, die ihm entscheidender als die des Wirtschaftssystems oder anderer Erklärungsmodelle erscheint. Droz interessierte sich für das gesamte Spektrum sozialistischer Doktrinen und zeichnete Porträts der führenden Persönlichkeiten (Karl Renner&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Karl_Renner&amp;lt;/ref&amp;gt;, Karl Kautsky&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_K/Kautsky_Karl_1854_1938.xml&amp;lt;/ref&amp;gt;, Otto Bauer&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_B/Bauer_Otto_1882_1938.xml&amp;lt;/ref&amp;gt;), wobei er die Sozialdemokratie und den Austromarxismus (ein Begriff, den er in Frankreich verbreitete) als theoretische und praktische Lösungen für die Nationalitätenfrage betrachtete. Das sozialdemokratische Programm erscheint unter seiner Feder als eine echte Möglichkeit des Zusammenhalts in einem österreichischen Kontext, der von zentrifugalen Bewegungen bedroht war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Droz ist Autor zweier Übersichtswerke zur österreichischen Geschichte. Seine 1946 erschienene kurze &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Österreichs&amp;#039;&amp;#039; wurde bis zur vierten Auflage im Jahr 1969 aktualisiert. Die Einleitung legt den allgemeinen Rahmen für seine Einschätzung des historischen Schicksals Österreichs fest: &lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; style=&amp;quot;padding-left: 30px;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:88%&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses kleine Buch könnte als Titel tragen: Größe und Niedergang Österreichs […] Größe, solange die Habsburger, die Gründer des Staates, es verstanden, für die unter ihrem Zepter vereinten Völker eine Gemeinschaft von Prinzipien und Interessen zu schaffen, solange es ihnen gelang, ihre Hingabe für eine Sache zu gewinnen, die sie alle betraf.&lt;br /&gt;
Niedergang ab dem Tag, an dem sie die zweifellos notwendige Zentralisierungspolitik so weit trieben, dass sie den Patriotismus der nichtdeutschen Nationalitäten erschütterten, und an dem sie das Heil der Monarchie in ihrer Expansion nach außen suchten und nicht in einer besseren inneren Organisation.&amp;lt;ref&amp;gt;Droz 1969 [1946]: 5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Österreich bildet in seinen aufeinanderfolgenden politischen Erscheinungsformen den Hintergrund für historische Betrachtungen. Droz rehabilitierte die habsburgische Geschichte bis ins 18. Jahrhundert, also bis zur Einführung des josephinischen Zentralismus, und bekräftigte dabei:&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; style=&amp;quot;padding-left: 30px;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
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Trotz der begangenen Fehler war das alte Österreich keineswegs jene so oft angeprangerte „Stiefmutter“ der Völker, und man kann darin mehr Toleranz und Menschlichkeit erkennen, als in den aus dem Zerfall hervorgegangenen demokratischen Staaten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.: 126&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
Droz entwickelt zudem in seiner Studie zum Begriff „Mitteleuropa“ (1960) eine umfassende historische Reflexion über die Tragfähigkeit des habsburgischen Staatssystems. Von Metternich bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs verfolgt er die Triebkräfte einer historischen Notwendigkeit, nämlich die eines supranationalen Staates angesichts des Nationalitätenprinzips. Da Mitteleuropa laut Droz in erster Linie ein politisches und erst in zweiter Linie ein geografisches Konzept ist, weist er Österreich eine herausragende Rolle zu:&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
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&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:88%&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn Österreich darf nicht als Staat im gewöhnlichen Sinne des Wortes betrachtet werden, sondern als der Ort, an dem der Übergang von einer nationalen Kultur zu einer universelleren Kultur stattfinden kann, in dem die Völker, ohne etwas von dem aufzugeben, was ihre Besonderheiten ausmacht, zu einem umfassenderen Kulturgrad gelangen können. Österreich erscheint somit als eine Art Europa im Kleinen, dessen Geist, der es im Laufe der Jahrhunderte beseelt hat, bereits europäisch ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Droz 1960, Schlussfolgerung&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
In seiner Vision eines idealen Österreichs im Gegensatz zu einem gescheiterten Österreich zeigt Droz eine Faszination für das politische Geschick, das zur Aufrechterhaltung der heterogenen Gebiete der Habsburger eingesetzt wurde. Als kompromissloser Kritiker der Unkenntnis der französischen politischen Eliten der Zwischenkriegszeit hinsichtlich des Donauraums bedauert er den Zerfall Österreich-Ungarns als historischen Fehler, der es Deutschland ermöglichte, diesen Raum zu seinem Vorteil neu zu ordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz einer gewissen allmählichen Ausblendung seiner Werke aus der französischen Geschichtsschreibung findet sich ein Nachklang der historischen Anliegen von Droz bei [[Jacques Le Rider]]&amp;lt;ref&amp;gt;Le Rider 1994 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;, Paul Pasteur oder Jean-Numa Ducange&amp;lt;ref&amp;gt;Ducange, Keucheyan, Roza (Hrsg.) 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Österreich erschien kurz nach dessen Erstveröffentlichung die &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Sozialismus&amp;#039;&amp;#039;, die er herausgab, in deutscher Übersetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen und externe Links==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
===Primärliteratur===&lt;br /&gt;
*Droz, Jacques: L’Opinion publique dans la Province Rhénane au cours du conflit austro-prussien 1864-66. Bonn: Röhrscheid 1932.&lt;br /&gt;
*Droz, Jacques: Le Libéralisme rhénan. 1815-1848. Contribution à l’histoire du libéralisme allemand. Paris: Sorlot 1940.&lt;br /&gt;
*Droz, Jacques: Histoire de l’Autriche. Paris: PUF 1946 (« Que sais-je ? »). &lt;br /&gt;
*Droz, Jacques: Histoire diplomatique de 1648 à 1919. Paris: Dalloz 1952.&lt;br /&gt;
*Droz, Jacques: L’Europe centrale. Évolution historique de l’idée de « Mitteleuropa ». Paris: Payot 1960.&lt;br /&gt;
*Droz, Jacques: La Baronne Blaze de Bury, observatrice de la politique autrichienne. Institut für österrreichische Geschichtsforschung (Hg.): Österreich und Europa. Festgabe für Hugo Hantsch zum 70. Geburtstag. Graz, Wien: Styria 1965, S. 325–335.&lt;br /&gt;
*Droz, Jacques: Cisleithanie. Les masses laborieuses et le problème national, 1867-1918. In: Commission internationale d’histoire des mouvements sociaux et des structures sociales, &amp;#039;&amp;#039;Mouvements nationaux d’indépendance et classes populaires aux XIX&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; et XX&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; siècles en Occident et en Orient&amp;#039;&amp;#039;, Bd. I. Paris: Armand Colin 1971, S. 74–92.&lt;br /&gt;
*Droz, Jacques (Hg.): Histoire générale du socialisme. Paris: PUF, 4 Bde, 1972–1978. &lt;br /&gt;
*Droz, Jacques (Hg.): Geschichte des Sozialismus. Frankfurt/Main, Berlin, Wien: Ullstein, 17 Bde, 1974–1984.&lt;br /&gt;
*Droz, Jacques: Le syndicalisme autrichien, Austriaca 3 (1976), S. 83–97.&lt;br /&gt;
*Droz, Jacques: Heinrich Ritter von Srbik et la conception Gesamtdeutsch de l’histoire allemande. Austriaca 6 (1978), S. 51–77.&lt;br /&gt;
*Droz, Jacques (Hg.): Les historiens des pays successeurs sur l’Autriche-Hongrie. Austriaca 18 (1984).&lt;br /&gt;
*L’historiographie autrichienne de la Double Monarchie. In id. (Hg.): „Les historiens des pays successeurs sur l’Autriche-Hongrie“. Austriaca 18 (1984), S. 17–56.&lt;br /&gt;
*Droz, Jacques: Les historiens français face à la Double Monarchie. In Félix Kreissler (Hg.): Les Relations franco-autrichiennes, 1870-1970, Tagungsband (Rouen, 29 Februar – 3 März 1984), Austriaca (Juni 1986), S. 63–70.&lt;br /&gt;
*Droz, Jacques: La réception des idées de Schönerer dans les universités autrichiennes. Études danubiennes 3/1 (1987), S. 129–131.&lt;br /&gt;
*Droz, Jacques: Saint-René Taillandier et la double monarchie. Études danubiennes 5/2 (1989), S. 9–14.&lt;br /&gt;
*Droz, Jacques: Frédéric de Gentz et les idées révolutionnaires. Austriaca 29 (1989), S. 21–30.&lt;br /&gt;
*Droz, Jacques: La Mitteleuropa de Friedrich Naumann. Austriaca 32 (1991), S. 59–70.&lt;br /&gt;
===Sekundärliteratur===&lt;br /&gt;
*Ducange, Jean-Numa, Keucheyan, Razmig, Rosa, Stéphanie (Hg.): Histoire globale des socialismes, XIX&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt;-XXI&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; siècle. Paris: PUF 2021. &lt;br /&gt;
*Espagne, Michel und Werner, Michael (Hg.): Les Études germaniques en France. Paris: CNRS Éditions 1994.&lt;br /&gt;
*Kreissler, Félix: Jacques Droz – maître et ami. Austriaca 46 (1998), S. 202–203.&lt;br /&gt;
*Le Rider, Jacques: La Mitteleuropa. Paris: PUF 1994 (« Que sais-je ? »).&lt;br /&gt;
*Le Rider, Jacques: La contribution française à la définition d’une identité culturelle autrichienne. In Espagne, Werner (Hg.): Les Études germaniques en France, S. 397–432.&lt;br /&gt;
*Möller, Horst: Nekrologe: Jacques Droz. Francia 28/3 (2001), S. 195–198.&lt;br /&gt;
*Prost, Antoine: Jacques Droz. Le Mouvement social 184 (1998), S. 113–116.&lt;br /&gt;
*Prost, Antoine: DROZ, Jacques. In Christian Amalvi (Hg.): Dictionnaire biographique des historiens français et francophones : de Grégoire de Tours à Georges Duby. Paris: La Boutique de l’histoire 2004, S. 84–85.&lt;br /&gt;
*Tendler, Joseph: Jacques Droz (1909-1998). In Philip Daileader, Philip Whalen (Hg.): French Historians, 1900-2000: New Historical Writing in Twentieth-Century France. Chichester, Malden (Mass.): Wiley-Blackwell 2010, S. 164–179.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Daniel Baric&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Onlinestellung: 03/09/2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{otherWiki|Jacques_Droz}}&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Droz, Jacques}}&lt;br /&gt;
[[Category:Mensch]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 03 Sep 2026 11:08:35 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<pubDate>Wed, 02 Sep 2026 12:25:07 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Revue Études Germaniques</title>
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[[Category:Zeitschrift]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 13:11:05 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Claude David</title>
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[[Category:Mensch]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 12:37:30 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Élisabeth Vigée Le Brun</title>
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			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Cinémathèque française</title>
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			<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 15:15:00 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Georges Prêtre</title>
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			<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 14:56:06 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Elisabeth Reichart</title>
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			<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 11:15:30 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Elisabeth Reichart</title>
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			<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 11:13:31 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Gustav Klimt</title>
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			<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 13:10:52 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Herbert Boeckl</title>
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			<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 13:07:04 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Gustav Klimt</title>
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			<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 13:06:36 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Ausstellung „Vienne, 1880–1938. L’apocalypse joyeuse“</title>
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Diese Seite existiert derzeit [https://decaf-fr.literaturtirol.at/wiki/Exposition_«_Vienne,_1880–1938._L’apocalypse_joyeuse_» nur im französischsprachigen Wiki]. &lt;br /&gt;
{{otherWiki|Exposition_«_Vienne,_1880–1938._L’apocalypse_joyeuse_»}}&lt;br /&gt;
[[Category:Veranstaltung]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 13:05:52 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Gustav Klimt</title>
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			<description>&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „&lt;a href=&quot;/wiki/Datei:Gustav_Klimt_1912.jpg&quot; title=&quot;Datei:Gustav Klimt 1912.jpg&quot;&gt;thumb|Gustav Klimt im Malerkittel mit Katze, 1912&lt;/a&gt; Der Maler Gustav Klimt (* 14. Juli 1862 in Baumgarten bei Wien, † 6. Februar 1918 in Wien) ließ sich im Laufe seiner Karriere immer wieder entscheidend von französischer Kunst beeinflussen. Besonders prägende stilistische Umbrüche bedingten um 1894 die Konfrontation mit dem Impressionismus und im Jahr 1909 eine mehrwöchige Reise nach Paris.   ==Biografie== Gustav Klimt…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Gustav Klimt 1912.jpg|thumb|Gustav Klimt im Malerkittel mit Katze, 1912]]&lt;br /&gt;
Der Maler Gustav Klimt (* 14. Juli 1862 in Baumgarten bei Wien, † 6. Februar 1918 in Wien) ließ sich im Laufe seiner Karriere immer wieder entscheidend von französischer Kunst beeinflussen. Besonders prägende stilistische Umbrüche bedingten um 1894 die Konfrontation mit dem Impressionismus und im Jahr 1909 eine mehrwöchige Reise nach Paris. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Biografie==&lt;br /&gt;
Gustav Klimt wurde 1862 als ältester Sohn des Graveurs Ernst Klimt sen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Ernst_Klimt_der_%C3%84ltere&amp;lt;/ref&amp;gt; und seiner Frau Anna (geb. Finster) geboren. Er wuchs am Wiener Stadtrand in bescheidenen Verhältnissen auf. Nach dem Pflichtschulabschluss lernte er ab 1876 an der Wiener Kunstgewerbeschule&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Kunstgewerbeschule&amp;lt;/ref&amp;gt; Zeichnen und studierte von 1878–83 Malerei bei Ferdinand Laufberger&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.klimt-database.com/de/netzwerk-wien-1900/foerdererinnen/ferdinand-laufberger/&amp;lt;/ref&amp;gt; und Julius Victor Berger&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.klimt-database.com/de/netzwerk-wien-1900/foerdererinnen/julius-victor-berger/&amp;lt;/ref&amp;gt;. Noch während des Studiums gründete er mit seinem jüngeren Bruder Ernst&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_K/Klimt_Ernst_1864_1892.xml&amp;lt;/ref&amp;gt; und dem Freund Franz Matsch&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Franz_Matsch&amp;lt;/ref&amp;gt; eine Arbeitsgemeinschaft, die sich erfolgreich auf Großaufträge für Wand- und Deckenbilder in historistischen Stilen spezialisierte. Nach dem Tod des Bruders Ernst Ende 1892 löste sich die Arbeitsgemeinschaft auf und Klimt wandte sich zunehmend der modernen Malerei zu. 1897 war Klimt Gründungspräsident der [[Wiener Secession]], die unter seiner Führung Wien zum international führenden Kunstzentrum machte. Ab 1900 sorgten die Kontroversen zu Klimts „Fakultätsbildern“ für die Wiener Universität für internationale Schlagzeilen. In enger Zusammenarbeit mit Architekten und Designern entwickelte Klimt seinen Stil der „Goldenen Periode“, der sich durch die Verwendung von Blattmetallen und ornamentalen Formen im Gemälde auszeichnete und die Grenzen zwischen Malerei und angewandter Kunst in Frage stellt. 1905 trat Klimt mit seinen Anhängern aus der Secession aus. 1912 wurde er zum Präsidenten des neugegründeten Bundes Österreichischer Künstler gewählt. Komplikationen nach einem Schlaganfall am 11. Jänner 1918 führten zu seinem Tod am 6. Februar 1918.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Klimt und die Kunst Frankreichs==&lt;br /&gt;
Nachdem sich Klimt während seiner Ausbildung an der Wiener Kunstgewerbeschule in erster Linie am Stil seiner Lehrer Ferdinand Laufberger und Julius Victor Berger sowie des prägenden Künstlers der Epoche in Wien, Hans Makart&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Hans_Makart&amp;lt;/ref&amp;gt;, orientiert hatte, waren schon die ersten großen Aufträge, die Klimt gemeinsam mit seinen Compagnons Franz Matsch und dem jüngeren Bruder Ernst Klimt selbstständig ausführte, stärker von internationalen Vorbildern beeinflusst. In den Deckenbildern, die Gustav Klimt und Franz Matsch für die neuen Theater in Liberec/Reichenberg (1883) und Rijeka/Fiume (1885) malten, sind Gemälde des damals weltberühmten französischen Malers Alexandre Cabanel&amp;lt;ref&amp;gt;https://cths.fr/an/savant.php?id=105710&amp;lt;/ref&amp;gt; als prägende Vorlagen auszumachen, die den jungen Malern durch internationale Kunstausstellungen in Wien und München oder durch Reproduktionen bekannt geworden waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich Klimt in den Jahren nach dem plötzlichen Tod seines Bruders und Mitarbeiters Ernst von der historistischen Dekorationsmalerei abwandte, gelangte wiederum die französische Malerei ins Zentrum seiner Aufmerksamkeit. In den internationalen Ausstellungen im Münchner Glaspalast, die Klimt offenbar jährlich besuchte, wurden ab 1891 fallweise größere Kontingente an repräsentativen Werken der französischen Impressionist*innen ausgestellt, so etwa 1891 vier Gemälde [[Claude Monet|Monets]], drei von Sisley&amp;lt;ref&amp;gt;https://austria-forum.org/af/AustriaWiki/Alfred_Sisley&amp;lt;/ref&amp;gt; und sieben von Manet&amp;lt;ref&amp;gt;https://austria-forum.org/af/AustriaWiki/%C3%89douard_Manet&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die 1892 gegründete Münchner Secession zeigte ebenfalls von Beginn an Werke der Impressionisten. Manets Einfluss ist bei Klimt bereits im &amp;#039;&amp;#039;Porträt des Schauspielers Josef Lewinsky als Carlos in Clavigo&amp;#039;&amp;#039; zu vermuten, für das Manets &amp;#039;&amp;#039;Der tragische Schauspieler (Rouvière als Hamlet)&amp;#039;&amp;#039; als Vorbild maßgeblich scheint. In Wien war moderne französische Kunst nach der Weltausstellung 1873, wo Courbet eine Auswahl repräsentativer Werke und Manet ein relativ konservatives Bildnis (&amp;#039;&amp;#039;Le Liseur&amp;#039;&amp;#039;) zeigten, kaum präsent. 1894 war eine bisher unidentifizierte Landschaft von Sisley im Künstlerhaus zu sehen und im Frühling 1898 zeigte Monet dort zwei Gemälde. Schon im Jahr zuvor hatte Klimt auch in München zwei Landschaften Monets sehen können. Es scheint, dass diese Begegnungen mit Monet die Ursache dafür waren, dass sich Klimt im Sommer 1898 während seines Sommeraufenthaltes in St. Agatha am Hallstätter See erstmals seit seiner Studienzeit mit der Landschaftsmalerei beschäftigte. Er begann dabei unmittelbar in einer Technik zu arbeiten, die sich Monets Malweise zum Vorbild und ihre Schnelligkeit zur Erfassung von Lichtstimmungen ausnutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:The Studio, Bd. 21, 1900-01 S. 117.jpg|left|thumb|Der Saal der Wiener Secession auf der Weltausstellung in Paris 1900 mit Gustav Klimts &amp;#039;&amp;#039;Die Philosophie und Pallas Athene&amp;#039;&amp;#039; (erstes und zweites Gemälde von rechts)]]Eine entscheidende Wende für Wien als Kunststadt war die Gründung der Secession im Frühjahr 1897, bei der Klimt als erster Präsident federführend war. Die Ausstellungen, die ab März 1898 von der Secession ausgerichtet wurden, brachten erstmals in großer Zahl moderne Werke aus Frankreich und ganz Europa nach Wien, die für Klimt und seine Weggefährten in ihrer Vielfalt ganz neue Inspirationsquellen darstellten. In den ersten Ausstellungen waren vor allem Künstler*innen des [[Symbolismus]] und Naturalismus vertreten, wie etwa Pierre Puvis de Chavannes&amp;lt;ref&amp;gt;https://cths.fr/an/savant.php?id=101870&amp;lt;/ref&amp;gt;, Henri Martin&amp;lt;ref&amp;gt;https://academieroyale.be/fr/who-who-detail/relations/henri-jean-guillaume-martin&amp;lt;/ref&amp;gt; oder [[Auguste Rodin]]. Insbesondere Rodins Figuren erwiesen sich als wichtige Anregung für Klimts Figuren in den Fakultätsbildern. Im Jahr 1902 lernte Klimt Rodin persönlich kennen, als dieser die Beethoven-Ausstellung der Wiener Secession besuchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimt selbst stellte sich dem französischen Publikum erstmals auf der Weltausstellung 1900 vor, was zugleich seine einzige Ausstellungsteilnahme in Frankreich zu seinen Lebzeiten bleiben sollte. Er sandte die Gemälde &amp;#039;&amp;#039;Sonja Knips&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Pallas Athene&amp;#039;&amp;#039; und das Fakultätsbild &amp;#039;&amp;#039;Die Philosophie&amp;#039;&amp;#039;, das von der Jury mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde. Eine geplante Reise zur Ausstellung sagte Klimt aus Zeitmangel ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:1280px-The Kiss - Gustav Klimt - Google Cultural Institute.jpg|300px|thumb|Gustav Klimt: &amp;#039;&amp;#039;Der Kuß&amp;#039;&amp;#039;, 1907–1908]]Im Frühjahr 1900 waren fünf neoimpressionistische Gemälde Paul Signacs&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.paul-signac.org/&amp;lt;/ref&amp;gt; und sieben seiner Aquarelle in der Secession ausgestellt. Die 16. Ausstellung der Secession war Anfang des Jahres 1903 einem Überblick über die Malerei des Impressionismus gewidmet. Sie vereinigte Hauptwerke aller maßgeblichen Künstler*innen, inklusive der folgenden Entwicklungen des Neo- und Postimpressionismus. Der Einfluss Seurats&amp;lt;ref&amp;gt;https://data.bnf.fr/ark:/12148/cb119245567&amp;lt;/ref&amp;gt;, der mit drei wichtigen Werken vertreten war, trug zu einem Stilwandel in Klimts Landschaften bei, die in der Folge in einer deutlich neo-impressionistisch orientierten Malweise ausgeführt wurden. Große Ausstellungen von Werken [[Vincent van Gogh|Vincent van Goghs]] und [[Paul Gauguin|Paul Gauguins]] in der Wiener [[Galerie Miethke]] machten Klimt 1906/07 mit deren Oeuvre vertraut und im Sommer 1909 brachte Klimt mit seinen Freunden für die Internationale Kunstschau neuere französische Kunst nach Wien, darunter Werke von [[Henri Matisse]] und den [[Fauvismus|Fauves]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1909 folgte eine längere Reise nach Paris in Begleitung von [[Carl Moll]]. Klimt besichtigte während eines etwa zehntägigen Aufenthalts vom 17. – 24. Oktober und 31. Oktober – 3. November nach eigenen Angaben eine Reihe von öffentlichen und privaten Sammlungen, darunter den Louvre, das Musée du Luxembourg, das Musée Guimet, das Musée des arts décoratifs und den Salon d’Automne.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe digitalisierte Postkarten in der Gustav-Klimt-Datenbank: https://gkdb.link/9369-4069; https://gkdb.link/3651-9154&amp;lt;br&amp;gt; https://gkdb.link/5553-5028&amp;lt;br&amp;gt; https://gkdb.link/3453-8211&amp;lt;br&amp;gt; https://gkdb.link/6180-8292&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Besuch einer Privatsammlung hob er in einem Brief an Emilie Flöge Werke von Manet und Cézanne als „sehr schön“&amp;lt;ref&amp;gt;https://gkdb.link/5268-9302&amp;lt;/ref&amp;gt; hervor. Es ist bisher nicht bekannt geworden, ob Klimt in Paris auch französische Künstler*innen traf, belegt sind Treffen mit dem in Paris hervorragend vernetzten Direktor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen Hugo von Tschudi und dem Maler Eugen Spiro, der an der Académie Matisse lehrte.&amp;lt;ref&amp;gt;https://gkdb.link/5268-9302&amp;lt;br&amp;gt; https://gkdb.link/1428-9710&amp;lt;br&amp;gt; https://gkdb.link/3434-1017&amp;lt;br&amp;gt; https://gkdb.link/3631-0299&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:1280px-Gustav Klimt - Allee zum Schloss Kammer - 2892 - Österreichische Galerie Belvedere.jpg|300px|left|thumb|Gustav Klimt: &amp;#039;&amp;#039;Allee zum Schloss Kammer&amp;#039;&amp;#039;, 1912]]Der Aufenthalt in Paris scheint das prägende Ereignis gewesen zu sein, das Klimt um 1910 zu dem drastischen Stilwandel führte, infolgedessen er die Verwendung von Blattmetallen fast vollständig aufgab und einen offen malerischen Stil in intensiven Farben entwickelte. Seine wichtigsten Referenzen bildeten dabei Van Gogh, Gauguin, Cézanne, Matisse und weitere Maler*innen aus dem Kreis der Fauves. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs verhinderte ab 1914 den direkten Austausch zwischen Frankreich und den Achsenmächten, änderte aber nichts an Klimts Orientierung an der französischen Moderne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimt selbst übte auf die französische Malerei relativ wenig Einfluss aus. Rodin äußerte sich Berichten zufolge im Zuge seines Besuchs in Wien 1902 sehr positiv über Klimts &amp;#039;&amp;#039;Beethovenfries&amp;#039;&amp;#039;. Begeistert zeigte sich auch der damals berühmteste Modeschöpfer der Welt, [[Paul Poiret]], der im November 1911 nach Wien reiste, nachdem er Klimts Gemälde bereits in der Internationalen Kunstausstellung in Rom gesehen hatte. Darüber hinaus boten insbesondere Klimts Arbeiten mit Blattmetallen Vorbilder für Künstler*innen des Art déco. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste umfangreiche Ausstellung von Klimts Werk in Frankreich fand 1937 mit 11 Gemälden und 19 Zeichnungen Klimts im Rahmen der [[Exposition d’art Autrichien im Jeu de Paume|„Exposition d’Art Autrichien“ im Pariser Jeu de Paume]] statt. Die Großausstellungen zur Kunst Wiens um 1900, die [[Ausstellung &amp;quot;Vienne, 1880–1938. L’apocalypse joyeuse&amp;quot;|1986]] und 2005/06 in Paris gezeigt wurden, trugen mit einer beachtlichen Zahl wichtiger Werke Klimts zur heutigen Beliebtheit des Künstlers bei. Eine Einzelausstellung Klimts fand in Frankreich bisher nicht statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen und externe Links==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bibliografie==&lt;br /&gt;
*Hollein, Max und Natter, Tobias G. (Hg.): Klimt &amp;amp; Rodin. An Artistic Encounter (Ausst. Kat., Fine Arts Museums of San Francisco). München/London/New York: DelMonico/Prestel 2017.&lt;br /&gt;
*Husslein-Arco, Agnes (Hg.): Wien – Paris. Van Gogh, Cézanne und Österreichs Moderne 1880–1960 (Ausst.-Kat. Belvedere, Wien). Wien: Belvedere 2007.&lt;br /&gt;
*Koja, Stephan und Husslein-Arco, Agnes (Hg.): Rodin und Wien (Ausst.-Kat., Belvedere, Wien), München: Hirmer 2010.&lt;br /&gt;
*Koja, Stephan und Husslein-Arco, Agnes (Hg.): Im Lichte Monets. Österreichische Künstler und das Werk des großen Impressionisten (Ausst.-Kat., Belvedere, Wien). München: Hirmer 2014.&lt;br /&gt;
*Rollig, Stella, Fellinger, Markus, Gordenker, Emilie S. und Becker, Edwin (Hg.): Klimt. Inspired by Van Gogh, Rodin, Matisse (Ausst.-Kat. Van Gogh Museum, Amsterdam; Belvedere, Wien). München: Hirmer 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Markus Fellinger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Onlinestellung: 27/08/2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{otherWiki|Gustav_Klimt}}&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Klimt, Gustav}}&lt;br /&gt;
[[Category:Mensch]]&lt;/div&gt;</description>
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der Saal der Wiener Secession auf der Weltausstellung in Paris 1900 mit Gustav Klimts &amp;#039;&amp;#039;Die Philosophie und Pallas Athene&amp;#039;&amp;#039; (erstes und zweites Gemälde von rechts), aus: The Studio, Bd. 21, 1900-01, S. 117&lt;/div&gt;</description>
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Gustav Klimt: Der Kuß, 1907–1908&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kollektion Belvedere: https://sammlung.belvedere.at/objects/6678/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Gustav Klimt: Allee zum Schloss Kammer, um 1910&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kollektion Belvedere: https://digital.belvedere.at/objects/8691/allee-zum-schloss-kammer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Public Domain, via Wikimedia Commons&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gustav_Klimt_-_Allee_zum_Schloss_Kammer_-_2892_-_%C3%96sterreichische_Galerie_Belvedere.jpg&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 12:23:24 GMT</pubDate>
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Gustav Klimt in his Painter&amp;#039;s Smock with a Cat, 1912&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Public Domain via Wikimedia Commons&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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			<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 12:21:19 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Österreichische bildende Künstler:innen in Frankreich (20. Jh.)</title>
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			<description>&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Spät- und Postimpressionismus, Art Nouveau, früher Kubismus&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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			<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 12:16:19 GMT</pubDate>
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			<title>Georges-Arthur Goldschmidt</title>
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			<description>&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Biographie&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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			<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 10:26:34 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Datei:Goldschmidt georges-arthur.jpg</title>
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			<description>&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/wiki/Benutzer:Hannah&quot; class=&quot;mw-userlink&quot; title=&quot;Benutzer:Hannah&quot;&gt;&lt;bdi&gt;Hannah&lt;/bdi&gt;&lt;/a&gt; lud &lt;a href=&quot;/wiki/Datei:Goldschmidt_georges-arthur.jpg&quot; title=&quot;Datei:Goldschmidt georges-arthur.jpg&quot;&gt;Datei:Goldschmidt georges-arthur.jpg&lt;/a&gt; hoch Georges-Arthur Goldschmidt 6 März 2007 © Hans Peter Schaefer, http://www.reserv-a-rt.de&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Georges-Arthur Goldschmidt 6 März 2007 © Hans Peter Schaefer, http://www.reserv-a-rt.de&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 09:46:58 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Bruno Frei</title>
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			<description>&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „Diese Seite existiert derzeit [https://decaf-fr.literaturtirol.at/wiki/Bruno_Frei nur im französischsprachigen Wiki].  {{otherWiki|Bruno_Frei}}“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Diese Seite existiert derzeit [https://decaf-fr.literaturtirol.at/wiki/Bruno_Frei nur im französischsprachigen Wiki]. &lt;br /&gt;
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			<pubDate>Wed, 26 Aug 2026 14:28:27 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Marcel Dunan</title>
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			<description>&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „In Frankreich ist Marcel Dunan (eigentlich Louis Marie Marcel Adolphe D., Paris, 1. Januar 1885 – 7. Oktober 1978) in erster Linie als Historiker und Mitglied der Académie Française bekannt: Er war Professor für Geschichte an der Sorbonne (1947–1955), Leiter der &amp;#039;&amp;#039;École pratique des hautes études&amp;#039;&amp;#039; (EPHE), Mitglied der « Académie des sciences morales et politiques (eine der fünf « Sektionen » des « Institut de France », der Dachorganisatio…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;In Frankreich ist Marcel Dunan (eigentlich Louis Marie Marcel Adolphe D., Paris, 1. Januar 1885 – 7. Oktober 1978) in erster Linie als Historiker und Mitglied der Académie Française bekannt: Er war Professor für Geschichte an der Sorbonne (1947–1955), Leiter der &amp;#039;&amp;#039;École pratique des hautes études&amp;#039;&amp;#039; (EPHE), Mitglied der « Académie des sciences morales et politiques (eine der fünf « Sektionen » des « Institut de France », der Dachorganisation der staatlichen Akademien), verantwortlicher Redakteur der &amp;#039;&amp;#039;Revue d’études napoléoniennes&amp;#039;&amp;#039; und gilt dank seiner 1942 abgeschlossenen Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Napoléon et l’Allemagne, le système continental et les débuts du royaume de Bavière&amp;#039;&amp;#039; als einer der Pioniere der Napoleon-Forschung; von 1947–1974 war er Präsident des « Institut Napoléon ». Vor seiner akademischen Laufbahn war er aber als Journalist und Kulturattaché an der Französischen Botschaft in Wien maßgeblich am kulturellen Austausch zwischen Frankreich und Österreich beteiligt. Der Historiker Pierre George, Nachfolger auf dem Sessel Dunans in der « Académie », spricht in seiner Lobrede auf Dunan (5. Mai 1981) von zwei « Perioden » in dessen Leben : zuerst der des diplomatischen Beobachters Mitteleuropas, Journalisten und Österreich-Spezialisten, dann der des Napoleon-Spezialisten und « Akademikers ».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Marcel Dunans Österreich-Erfahrungen==&lt;br /&gt;
Nach Absolvierung der École normale supérieure ist Dunan zuerst kurz als Geschichtsprofessor in Mâcon tätig, hegt aber auch bereits den Plan, eine Dissertation über das Napoleon-Bild in deutschsprachigen Quellen zu schreiben. 1912 führt ihn eine « Mission » erstmals nach Wien, wo er bis 1914 bleibt und u.a. den Balkankrieg mit Interesse verfolgt. Während des Ersten Weltkriegs wird Dunan nach einer in Lothringen erlittenen Kriegsverletzung in den Generalstab an der Ostfront versetzt, wovon sein 1917 erschienenes Buch &amp;#039;&amp;#039;L’Été bulgare, notes d’un témoin (juillet-octobre 1915)&amp;#039;&amp;#039; Zeugnis ablegt, dem später, 1932, &amp;#039;&amp;#039;L’Automne serbe, le drame balkanique de 1915&amp;#039;&amp;#039; folgen wird. Von 1919 bis 1939 ist Wien dann der Mittelpunkt seiner ersten beruflichen Karriere, die Pierre George als « période viennoise » bezeichnet: Er ist Kulturattaché, Leiter des « Centre français d’études supérieures » und Generalsekretär des im November 1931 eröffneten [[Französisches Kulturinstitut Wien|Französischen Kulturinstituts]] (« Institut Français de Vienne »), sowie Korrespondent der Tageszeitungen &amp;#039;&amp;#039;Le Temps&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Journal des Débats&amp;#039;&amp;#039; und Mitarbeiter mehrerer französischer Zeitschriften (&amp;#039;&amp;#039;La Revue des Deux Mondes&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;La Revue de France&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;Mercure de France&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;La Revue de Paris&amp;#039;&amp;#039;). In Wiener Archiven legt er auch den Grundstein zu seiner Dissertation über Napoleon und Deutschland am Beispiel des Königreichs Bayern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem am 15. Mai 1920 in der &amp;#039;&amp;#039;Revue de Paris&amp;#039;&amp;#039; erschienenen Aufsatz « La nouvelle Autriche », veröffentlicht er 1921 in der Sammlung « Les États contemporains » der éditions Rieder &amp;#039;&amp;#039;L’Autriche&amp;#039;&amp;#039;, ein 125-Seiten umfassendes Buch über das aus den Trümmern der Donaumonarchie enstandene Österreich der Ersten Republik (die deutsche Übersetzung erscheint ein Jahr später bei Manz in Wien). Ihm folgen in den nächsten zwanzig Jahren zahlreiche Artikel in französischen Periodika und Vorträge über Österreich, z. B. « Le problème autrichien », ein in Paris gehaltener Vortrag, der 1934 in den &amp;#039;&amp;#039;Cahiers du redressement français&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht wird. Dunan schätzt Wien als Ort, von dem aus er die Entwicklung Mitteleuropas genau beobachten und analysieren kann, aber auch als kulturelle Metropole, die seinen literarischen und künstlerischen Interessen entgegenkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dunan ist dezidiert « austrophil ». In seinem « Österreich-Buch » zeichnet er zuerst in großen Zügen die Geschichte Österreichs vom Ende des 10. Jahrhunderts (das Buch beginnt 996 mit der ersten Nennung von « Ostarrichi ») bis zu den Anfängen der Ersten Republik nach. Als roten Faden in der österreichischen Geschichte sieht Dunan den Kampf um die Vormachtstellung im deutschen Sprachraum und in Osteuropa. Seine Sympathien gehören dabei eindeutig Österreich und den Habsburgern, denen er klar den Vorzug gegenüber Preussen und den Hohenzollern gibt. Dabei muss er eingestehen, dass die Habsburger im Laufe der Jahrhunderte (und vor allem im 18. und 19.) sukzessive Gebiete verloren und immer mehr an ihrer Herrschaft eingebüßt haben. Dunan geht davon aus, dass diese Entwicklung den französischen Lesern durch die napoleonischen Kriege bekannt sei und übt scharfe Kritik an Metternich, der weder die Rolle der Habsburger in/für Österreich noch die Österreichs in/für Europa erkannt habe. Die Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkriegs gibt er in erster Linie den Magyaren und der « Verblendung » von Kaiser Franz Joseph, seiner « Gefangenheit » in der Bündnispolitik. Zur Illustration der Lage am Beginn der Ersten Republik zitiert er Kanzler Karl Renner (« Vereinsamt und zu Bode geschlagen […] angewiesen, um jedes Stück Kohle und jeden Bissen Brot zu betteln »)&amp;lt;ref&amp;gt;deutsche Fassung, S. 27&amp;lt;/ref&amp;gt; und beschreibt eine Situation, die die Österreicher zwangsläufig in die Hände Deutschlands treibe, eine Situation, die « besonders Frankreich niemals aus dem Auge verlieren darf »&amp;lt;ref&amp;gt;S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt; und die für ihn eine « tödliche Gefahr » darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ausführlichen, gut dokumentierten Kapitel « Literatur, Kunst, Wissenschaften »&amp;lt;ref&amp;gt;S. 111–156&amp;lt;/ref&amp;gt; bejaht Dunan die Existenz einer spezifisch österreichischen Kultur: [[Franz Grillparzer|Grillparzer]], Lenau&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Nikolaus_Lenau&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Arthur Schnitzler|Schnitzler]] oder [[Hugo von Hofmannsthal|Hofmannsthal]] als deutsche und nicht als österreichische Schriftsteller zu bezeichnen, hieße für ihn hundertzwanzig Jahre (Kultur-)Geschichte zu ignorieren. Den spezifischen Charakter der österreichischen Literatur gegenüber der deutschen erklärt er unter anderem mit dem Einfluss, den die französische Kultur (die Sprache, die Geistesgeschichte und die Lebensform) auf die österreichischen Schriftsteller ausgeübt habe; damit trägt er auch zur Bildung des Topos vom romanischen Einschlag der österreichischen Kultur bei. Österreich, und besonders Wien, spielt er gegen Deutschland aus; im Gegensatz zu dem auf sich selbst bezogenen, von seiner eigenen Größe überzeugten Deutschland gäben die vielen in Wien lebenden « Rassen » (Deutsche, Slawen, Romanen, Magyaren, etc.) der österreichischen Kultur ihre besondere Prägung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen zahlreichen Beiträgen in verschiedenen französischen Periodika wie in seinem Vortrag von 1934 bringt er neben seiner Wertschätzung der österreichischen Kultur aber auch seine Befürchtungen über die wirtschaftlich prekäre und politisch aufgeheizte Situation des Landes und den zunehmenden Einfluss des Nationalsozialismus zum Audruck, der schließlich zum &amp;#039;&amp;#039;Anschluss&amp;#039;&amp;#039; führt. Sein Blick dafür ist auch dadurch geschärft, dass er für die Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;Le Temps&amp;#039;&amp;#039; als Korrespondent aus München und Stuttgart über Hitlers Wahlkampf und seine Machtübernahme berichtet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Nebenbei » war Dunan auch als Übersetzer tätig, wobei seine wenigen Übersetzungen wohl (indirekt) mit seiner Funktion als Kulturattaché zusammenhängen. Sie sind insofern von Interesse, als sie nicht-kanonisierte Autoren betreffen wie [[Raoul Auernheimer]]: &amp;#039;&amp;#039;Le Marchand de secrets&amp;#039;&amp;#039; (Plon-Nourrit et Cie, 1924, [&amp;#039;&amp;#039;Der Geheimniskrämer&amp;#039;&amp;#039;], 1919), Paul Zifferer: &amp;#039;&amp;#039;La Ville impériale&amp;#039;&amp;#039;. Roman (Plon, 1924, [&amp;#039;&amp;#039;Die Kaiserstadt&amp;#039;&amp;#039;], 1924), und Operetten-Libretti wie Leo Stein et Belá Jenbach: &amp;#039;&amp;#039;La Mazourka bleue, opérette en trois actes&amp;#039;&amp;#039; von Franz Lehar&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Franz_Leh%C3%A1r&amp;lt;/ref&amp;gt; (1929, [&amp;#039;&amp;#039;Die Blaue Mazur&amp;#039;&amp;#039;], 1920).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dunan, der Napoleon-Forscher==&lt;br /&gt;
Der zweite Lebensabschnitt Dunans, die wissenschaftliche Laufbahn, ist von der Napoleon-Forschung geprägt, der er als Universitätsprofessor für Geschichte zuerst in Nancy (1941–1946), dann bis 1955 an der Pariser Sorbonne, neue Impulse verleiht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine persönlichen Arbeiten betreffen die Französische Revolution, besonders die Periode des « Consulat » (1799–1804), und vor allem das Thema Napoleon. Angefangen von seiner Dissertation, beschäftigt er sich besonders mit Napoleons Europa-Vision, u.a. mit dem Problem der staatlichen Organisation Deutschlands, bzw. des deutschen Sprachraums – und Napoleons Willen diese zu beherrschen – als wesentliches Mittel zur Blockade Englands. Der Verbindung Napoleons mit dem Habsburgerreich und den Machenschaften von Talleyrand und Metternich steht er kritisch gegenüber (&amp;#039;&amp;#039;Napoléon et l’Europe&amp;#039;&amp;#039;). Napoleon assoziiert für ihn das Drama eines außergewöhnlichen Menschen mit dem Drama Europas (« associe[nt] le drame d’un homme exceptionnel et celui de l’Europe », Pierre George). Wesentlich zur Napoleon-Forschung hat auch seine (text-)kritische Edition der Originalfassung des &amp;#039;&amp;#039;Mémorial de Saint-Hélène&amp;#039;&amp;#039; beigetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen und externe Links==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bibliografie==&lt;br /&gt;
===Werke von Marcel Dunan (Auswahl)===&lt;br /&gt;
*L’Été bulgare, notes d’un témoin, juillet-octobre 1915. Paris: Imhaus et Chapelot 1917.&lt;br /&gt;
*L’Autriche. Paris: Rieder 1921 (Prix Montyon de l’Académie française en 1922), dt.: Österreich. Wien: Manzsche Verlagsbuchhandlung 1922.&lt;br /&gt;
*Le Drame balkanique de 1915. L’Automne serbe. Notes d’un témoin. Paris, Nancy, Strasbourg: Berger-Levrault 1932.&lt;br /&gt;
*Le Problème autrichien, conférence de M. Marcel Dunan. Paris: Cahiers du redressement français, 2e série, n° 13, 1934.&lt;br /&gt;
*Napoléon et l’Allemagne, le système continental et les débuts du royaume de Bavière 1806-1810. Paris: Plon 1942 (Prix Durchon-Louvet de l’Académie française).&lt;br /&gt;
===Herausgebertätigkeit===&lt;br /&gt;
*Histoire universelle. Paris: Larousse 1960/61 (zwei Bände).&lt;br /&gt;
*Napoléon et L’Europe, Travaux de la Commission internationale pour l’enseignement de l’histoire (Cannes, 1960). Paris, Bruxelles: Brepols 1961.&lt;br /&gt;
*de Las Cases, Emmanuel: Le Mémorial de Saint-Hélène, édition établie et annotée par Marcel Dunan. Paris: Flammarion 1951 (rééd. 1983).&lt;br /&gt;
*Metternich-Sándor, Pauline: Souvenirs de la princesse Pauline de Metternich, traduit de l’allemand par H. Pernot, préface et notes de Marcel Dunan. Paris: Plon 1922 (rééd. 1935).&lt;br /&gt;
===Sekundärliteratur===&lt;br /&gt;
*George, Pierre: Notice sur la vie et les travaux de Marcel Dunan (1885-1978). Lue dans la séance du 5 mai 1981, Académie des sciences morales et politiques. Paris: Institut de France 1981.&lt;br /&gt;
*Tulard, Jean: Marcel Dunan : un pionnier des études napoléoniennes. Le Monde,‎ 11 octobre 1978 (lire en ligne [archive]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Karl Zieger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Onlinestellung: 26/08/2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{otherWiki|Marcel_Dunan}}&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Dunan, Marcel}}&lt;br /&gt;
[[Category:Mensch]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 26 Aug 2026 14:00:57 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
			<comments>https://decaf-de.literaturtirol.at/wiki/Diskussion:Marcel_Dunan</comments>
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			<title>Alzir Hella</title>
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			<description>&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Hella, « la voix française de Stefan Zweig »&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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			<pubDate>Wed, 26 Aug 2026 13:26:43 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Alzir Hella</title>
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			<description>&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „&lt;a href=&quot;/wiki/Datei:Alzir_Hella.jpg&quot; title=&quot;Datei:Alzir Hella.jpg&quot;&gt;thumb|Alzir Hella, etwa 1940&lt;/a&gt;Von Beruf ursprünglich Schriftsetzer, der aktiv in der Druckergewerkschaft tätig war, hat sich Alzir Hella (Alzire Léonce Guillaume Hella, Vieux-Condé [Nord], 30. Dezember 1881–Paris, 14. Juli 1953) in seinem zweiten Lebens- und Berufsabschnitt als Übersetzer zahrleicher Werke aus dem Deutschen ins Französische und besonders als « die französische Stimme &lt;a href=&quot;/wiki/Stefan_Zweig&quot; title=&quot;Stefan Zweig&quot;&gt;Stefan Zweigs&lt;/a&gt; » (Anne…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Alzir Hella.jpg|thumb|Alzir Hella, etwa 1940]]Von Beruf ursprünglich Schriftsetzer, der aktiv in der Druckergewerkschaft tätig war, hat sich Alzir Hella (Alzire Léonce Guillaume Hella, Vieux-Condé [Nord], 30. Dezember 1881–Paris, 14. Juli 1953) in seinem zweiten Lebens- und Berufsabschnitt als Übersetzer zahrleicher Werke aus dem Deutschen ins Französische und besonders als « die französische Stimme [[Stefan Zweig|Stefan Zweigs]] » (Anne-Élise Delatte) einen Namen gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Biografie und berufliche Laufbahn==&lt;br /&gt;
In Vieux-Condé, einer Bergbaugemeinde in Nordfrankreich, nahe der Grenze zu Belgien (Wallonien) geboren, verbringt der aus einer Arbeiterfamilie stammende Alzir Hella einen großen Teil seiner Kindheit und seiner Schulzeit in der kleinen wallonischen Stadt Péruweltz. Schon in der Hauptschule entwickelt er eine besondere Beziehung zur deutschen Sprache; von Kindheit an begeisterter Leser, wird er Druckerlehrling in einer kleinen örtlichen Druckerei. Nach Lehr- und Wanderjahren quer durch Frankreich findet er schließlich eine Anstellung in Brüssel. Durch seine Lebensgefährtin Rosa Martherus, Tochter eines Plantagenbesitzers in Java, wird er auf die Ausbeutung der autochtonen Bevölkerung durch die Kolonisatoren aufmerksam; das bestärkt seine während seiner Wanderjahre gefasste Erkenntnis von der Notwendigkeit, gegen die Ausbeutung der Menschen durch die Menschen zu kämpfen. In Brüssel verkehrt er in libertären und anarchistischen Kreisen und engagiert sich in der Druckergewerkschaft; nach der Übersiedlung 1912 nach Paris wird er Mitglied im Pariser « Syndicat des Correcteurs ». (Ausführliche Informationen zu Hellas Ausbildung, seine berufliche Laufbahn und sein gewerkschaftliches Engagement finden sich bei A.-É. Delatte: Alzir Hella, la voix française de Stefan Zweig 2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein gewerkschaftlicher Militantismus, sein Engagement für den Pazifismus, sein Einsatz  für Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichheit bringen ihm sogar kürzere Gefängnisaufenthalte ein und bestimmen klar seinen ersten Lebensabschnitt. Ohne jemals seine Wertvorstellungen und seinen Glauben an die Arbeiterbewegung zu leugnen, widmet sich Hella nach dem Ersten Weltkrieg fast ausschließlich seiner literarischen Tätigkeit, in erster Linie der des Übersetzers. Dank des belgischen Dichters [[Émile Verhaeren, vermittelt durch Stefan Zweig|Émile Verhaeren]], den er 1902 kennengelernt hat, findet Hella Zugang zu literarischen Kreisen. In Paris schließt er Kontakt mit pazifistischen und internationalistischen Gruppen um Léon Bazalgette&amp;lt;ref&amp;gt;https://maitron.fr/bazalgette-leon-bazalgette-maurice-leon/&amp;lt;/ref&amp;gt; (einer der ältesten französischen Freunde von [[Stefan Zweig]]), [[Romain Rolland]] sowie den Mitgliedern der « Groupe de l’Abbaye » wie René Arcos&amp;lt;ref&amp;gt;https://maitron.fr/arcos-rene-jean-rene/&amp;lt;/ref&amp;gt; und Georges Duhamel&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.academie-francaise.fr/les-immortels/georges-duhamel&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er arbeitet zuerst als Journalist und Literaturkritiker, u.a. als Verantwortlicher der Rubrik « Lettres allemandes » der Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;L’Humanité&amp;#039;&amp;#039;, dann aber fast ausschließlich als Übersetzer; ein großer Teil seiner Übersetzungen erscheint vor der Veröffentlichung in Buchform im Feuilleton von &amp;#039;&amp;#039;L’Humanité&amp;#039;&amp;#039; und in meist links orientierten Zeitschriften wie der von Henri Barbusse mitbegründeten &amp;#039;&amp;#039;Clarté&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sinne der gegenseitigen Öffnung und Verständigung zwischen den Völkern, sowie aufgrund seiner guten Sprachkenntnisse privilegiert er Übersetzungen von deutschsprachigen Autoren; dabei sind ihm auch die dank seiner Bekanntschaft mit Émile Verhaeren hergestellen Beziehungen hilfreich. Alzir Hella ist ein unermüdlicher Übersetzer: Unter den von ihm ins Französische übersetzten Schriftstellern findet man Wilhelm Hauff, E.T.A. Hoffmann, Gottfried Keller, Hermann von Keyserling, Heinrich Mann, Erich Maria Remarque, Jean Paul (Richter), Theodor Storm, Ernst Toller … und, unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Ceux de la marine&amp;#039;&amp;#039; (Éditions Sociales Internationales, 1930), den autobiografischen Roman &amp;#039;&amp;#039;Das Opfer&amp;#039;&amp;#039; (1925) des Arbeiter-Schriftstellers Albert Daudistel, in dem dieser sein Vagabundendasein Anfang der 1910er Jahre erzählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen großen Teil seiner Übersetzungen macht Hella in Zusammenarbeit mit einem Mitarbeiter, dessen Name eng mit dem seinen verbunden ist: Olivier Bournac&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.babelio.com/auteur/Olivier-Bournac/56132&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bournac, eigentlich Louis, Marie, Jean-Baptiste Angé (1885–1931), ist Lehrer, Dichter und Übersetzer (aus dem Altgriechischen, Deutschen und Englischen), Journalist und Promotor neuer Methoden der Werbung, über die er unter dem Pseudonym « Comfort » schreibt. Trotz seiner großbürgerlichen Herkunft ist er, wie Hella, sozial engagiert und hat sich zum Ziel gesetzt, « den französischen Lesern, bis zu den einfachsten und ärmsten unter ihnen, die Türen zu fremdsprachigen Literaturen zu öffnen »&amp;lt;ref&amp;gt;Delatte 2018: 129&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ihre Zusammenarbeit, geprägt von zahlreichen gemeinsam gezeichneten Übersetzungen deutschsprachiger Literatur, beginnt 1920 und endet 1931 mit dem frühen Tod von Angé-Bournac, der auf die Folgen im Ersten Weltkrieg erlittener Gasangriffe zurückzuführen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hella und die österreichische Literatur==&lt;br /&gt;
Neben Stefan Zweig, der im Leben und in der Arbeit von Alzir Hella einen besonderen Platz einnimmt, sind noch einige andere österreichische Autoren zu nennen, die vom Duo Hella-Bournac dem französischen Publikum vermittelt werden, vor allem [[Andreas Latzko]], Alfred Petzold&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Alfons_Petzold&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Arthur Schnitzler]] und [[Franz Werfel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom pazifistischen Schriftsteller Andreas Latzko (1876–1943) sind bereits zwei Werke übersetzt, als sich Hella-Bournac seiner annehmen, und zwar der Novellenband &amp;#039;&amp;#039;Menschen im Krieg&amp;#039;&amp;#039; (1917, &amp;#039;&amp;#039;Les Hommes en guerre&amp;#039;&amp;#039;, übersetzt von Magdeleine Marx, Paris: Flammarion 1920) und sein Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;Der letzte Mann&amp;#039;&amp;#039; (1919, &amp;#039;&amp;#039;Le Dernier Homme&amp;#039;&amp;#039;, übersetzt von René Arcos und David Roget, mit einer Präsentation von Stefan Zweig und Illustrationen von Frans Masereel, Genf: Éditions du Sablier 1920) ; das Duo Hella-Bournac übersetzt &amp;#039;&amp;#039;La Marche royale&amp;#039;&amp;#039;, der Roman erscheint im Juli 1924 im Feuilleton von &amp;#039;&amp;#039;L’Humanité&amp;#039;&amp;#039; und 1926 im Pariser Verlag J. Snell (mit Holzdrucken von Louis-Robert Antral).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der « Arbeiterdichter » Alfons Petzold (1882–1923) ist zwischen März und Mai 1925 mit mehreren Novellen und Gedichten übertragen von Hella-Bournac in &amp;#039;&amp;#039;L’Humanité&amp;#039;&amp;#039; (« La dernière ressource », « Une histoire d’Ouvriers » et « Le petit rétameur ») vertreten, der Band &amp;#039;&amp;#039;Histoires d’ouvriers&amp;#039;&amp;#039; folgt 1932 im Verlag der Librairie Valois in der Reihe « Les romans du nouvel âge », die Übersetzung zeichnet Alzir Hella alleine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der von [[Berta Zuckerkandl-Szeps|Berta Zuckerkandl]] hergestellte Kontakt zwischen Hella und Arthur Schnitzler (1862–1931) ist durch eine seit 1923 bestehende, unveröffenlichte Korrespondenz belegt. Hella und Bournac liefern eine neue Übersetzung der schon 1895 von Gaspard Vallette übersetzten frühen Novelle &amp;#039;&amp;#039;Sterben&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Mourir&amp;#039;), die 1925 von Léon Bazalgette bei F. Rieder in Paris verlegt wird. Im selben Jahr erwirbt Hella von Schnitzler die Rechte für &amp;#039;&amp;#039;Frau Beate und ihr Sohn&amp;#039;&amp;#039; (1913); die Veröffentlichung lässt allerdings auf sich warten: Die Übersetzung der (langen) Novelle erscheint erst Ende 1928 im Feuilleton von &amp;#039;&amp;#039;L’Humanité&amp;#039;&amp;#039; und 1929 in Buchform im schweizerisch-französischen Verlag Victor Attinger (Neuchâtel, Paris). Hella und Bournac zeichnen auch die Übertragung der Novelle « Der Tod des Junggesellen », die unter dem Titel « Le Célibataire » in kürzester Zeit gleich dreimal erscheint: In der März-Nummer 1929 der &amp;#039;&amp;#039;Revue des vivants&amp;#039;&amp;#039;, dann am 15. Mai 1932 in &amp;#039;&amp;#039;La Revue mondiale&amp;#039;&amp;#039;, sowie im selben Jahr in der von Félix Bertaux bei Denoël &amp;amp; Steele herausgegebenen Anthologie &amp;#039;&amp;#039;Romanciers allemands&amp;#039;&amp;#039;. Da Schnitzler schließlich alle seine « affaires françaises » (französischen Agenden) in die Hände von [[Suzanne Clauser]] legt, endet damit die Zusammenarbeit von Hella mit dem Wiener Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz Werfel (1890–1945) ist in Übertragungen von Alzir Hella in Zeitschriften des « Arbeiterdichters » Henry Poulaille&amp;lt;ref&amp;gt;https://maitron.fr/poulaille-henry-pseudonyme-hyp/&amp;lt;/ref&amp;gt; (&amp;#039;&amp;#039;Nouvel âge&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Prolétariat&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;À contre-courant&amp;#039;&amp;#039;) präsent, 1937 kommt bei Grasset in der Übersetzung von Hella unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Rachel contre Dieu&amp;#039;&amp;#039; der zehn Jahr zuvor im Insel-Verlag erschienene Roman &amp;#039;&amp;#039;Rahel rechtet mit Gott&amp;#039;&amp;#039; heraus. Eher eine « Gelegenheitsarbeit » dürfte für das Duo Hella-Bournac die Übersetzung von drei Gedichten von [[Rainer Maria Rilke|Rilke]] in den &amp;#039;&amp;#039;Cahiers du Sud&amp;#039;&amp;#039; (Nr. 87, Februar 1927) gewesen sein, die dort zum Gedenken an den im Dezember 1926 verstorbenen Dichter stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hella, « la voix française de Stefan Zweig »==&lt;br /&gt;
Im Hinblick auf die österreichisch-französischen Kulturbeziehungen ist Alzir Hella besonders als die französische Stimme Stefan Zweigs (« la voix française de Stefan Zweig ») von Bedeutung. Dreißig Jahre lang, von 1923 bis 1953, ist Hella (neben, u. a., Romain Rolland, Jules Romains und René Arcos) eine zentrale Figur im französischen Netzwerk von Zweig, der wichtigste Übersetzer und einer der Hauptakteure in der Verbreitung von Zweigs Werken. Von &amp;#039;&amp;#039;Amok&amp;#039;&amp;#039; (1924 im Feuilleton der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Clarté&amp;#039;&amp;#039;/1927 als Buch bei Stock) bis zu &amp;#039;&amp;#039;Un Caprice de Bonaparte&amp;#039;&amp;#039; (1952), über die Mehrheit seiner Erzählungen, Novellen und Romane und seine großen Biografien und Essays, zählt Anne-Élise Delatte rund dreissig in der Übersetzung von Hella (und Bournac) veröffentlichte Bücher Zweigs, wobei die zahlreichen Vorveröffentlichungen im Feuilleton verschiedener Zeitschriften nicht eingerechnet sind. Hella macht Zweigs Bekanntschaft im März 1922 dank des Schriftstellers, Kritikers und Verlegers Léon Bazalgette und Fernand Desprès’&amp;lt;ref&amp;gt;https://maitron.fr/despres-fernand-desire-alfred/&amp;lt;/ref&amp;gt;, eines Redakteurs von &amp;#039;&amp;#039;L’Humanité&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Delatte 169&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz der sehr unterschiedlichen sozialen Herkunft scheinen die beiden Männer schnell eine gewisse Sympathie, ja Freundschaft, füreinander entwickelt zu haben, wozu wohl besonders gemeinsame Interessen (und Befürchtungen) beigetragen haben: der Pazifismus, der Wille, die Nationalismen zu bekämpfen, die Notwendigkeit, den kulturellen Austausch innerhalb Europas (und besonders zwischen Frankreich und Deutschland) zu fördern; dazu kommt noch beider Sensibilität für die Sprachen, für « den Sinn der Worte und den Stil » (le « sens des mots et du style »&amp;lt;ref&amp;gt;Delatte 171&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzungen von Hella, bzw. des Duos Hella-Bournac, haben zweifellos zum großen Erfolg beigetragen, den Zweig in Frankreich hatte – und immer noch hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu auch das ausführliche Vorwort (« Préface ») von Jean-Pierre Lefebvre in dem von ihm in der « Bibliothèque de la Pléiade »herausgegebenen Band Stefan Zweig, &amp;#039;&amp;#039;Romans, nouvelle et récits&amp;#039;&amp;#039; I, Paris, Gallimard, 2013, S. XI – LXXIII, bes. XV sq.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das dürfte auch an Hellas Übersetzungsmethode liegen: Obwohl er bestrebt ist, im französischen Text die Atmosphäre des deutschen Werkes wiederherzustellen, liefert er doch im wesentlichen zielsprachenorientierte Übersetzungen, adaptiert die Werke also für den Geschmack und die Gewohnheiten der französischen Leser*innen. So nimmt er häufig Streichungen und Änderungen vor. Die zahlreichen Zitate aus der unveröffentlichten Korrespondenz zwischen Hella und Zweig im Buch von A.-É. Delatte&amp;lt;ref&amp;gt;z.B. S. 173, 205, 225, 239, 325&amp;lt;/ref&amp;gt; belegen, dass Zweig mit dieser, damals übrigens sehr geläufigen, Methode einverstanden war. Es ist ihm offenbar wichtig, dass der französische Text « un ressenti le plus proche possible de celui induit par le texte original »&amp;lt;ref&amp;gt;Delatte: 225&amp;lt;/ref&amp;gt; bewirkt, selbst wenn das mit unterschiedlichen sprachlichen, stilistischen Mitteln passiert, denn wesentlich sei, für Hella wie für Zweig, « que l’étrangeté ne trouble aucunement l’accès spontané au récit »&amp;lt;ref&amp;gt;Delatte: 173&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand von Zweigs (unveröffentlichten) Briefen, die Hella während der Besatzung vor der Konfiskation durch die Nazis retten konnte, belegt A.-É. Delatte die enge Zusammenarbeit zwischen dem Schriftsteller und seinem Übersetzer, der auch als literarischer Agent aktiv war. Auch noch nach Zweigs Tod kümmert sich Hella um die Veröffentlichung (bei Grasset) und Verbreitung von so unterschiedlichen Werken wie &amp;#039;&amp;#039;Brûlant secret&amp;#039;&amp;#039; (1945, &amp;#039;&amp;#039;Brennendes Geheimnis&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1911), &amp;#039;&amp;#039;Castellion contre Calvin ou Conscience contre Violence&amp;#039;&amp;#039; (1946, &amp;#039;&amp;#039;Castellio gegen Calvin oder Ein Gewissen gegen die Gewalt&amp;#039;&amp;#039;, Wien 1936) und &amp;#039;&amp;#039;Un Caprice de Bonaparte&amp;#039;&amp;#039; (1952).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen und externe Links==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bibliografie==&lt;br /&gt;
*Delatte, Anne-Élise: Alzir Hella, la voix française de Stefan Zweig. Étival-lès-Le Mans: Éric Jamet éditeur 2018.&lt;br /&gt;
*Lefebvre, Jean-Pierre : « Préface », in Stefan Zweig : Romans, nouvelles et récits I, édition publiée sous la direction de Jean-Pierre Lefebvre. Paris : Gallimard 2013 (« Bibliothèque de la Pléiade »).&lt;br /&gt;
*Zieger, Karl: Arthur Schnitzler et la France 1894-1938. Enquête sur une réception. Villeneuve d’Ascq: PU du Septentrion 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Karl Zieger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Onlinestellung: 26/08/2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{otherWiki|Alzir_Hella}}&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Hella, Alzir}}&lt;br /&gt;
[[Category:Mensch]]&lt;/div&gt;</description>
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Alzir Hella, um 1940&lt;br /&gt;
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Vor dem Ersten Weltkrieg erscheinen noch mehrere Novellen und Einakter im Feuilleton von Tageszeitungen oder in Literaturzeitschriften,&amp;lt;ref&amp;gt;Details dazu bei Zieger, 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; und es sind auch einige Theateraufführungen zu verzeichnen, unter anderen im „Théâtre Antoine“ 1902 &amp;#039;&amp;#039;La Compagne&amp;#039;&amp;#039; [&amp;#039;&amp;#039;Die Gefährtin&amp;#039;&amp;#039;, 1899] übersetzt von Maurice Vaucaire&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.leonore.archives-nationales.culture.gouv.fr/ui/notice/368018&amp;lt;/ref&amp;gt;, und 1903 &amp;#039;&amp;#039;Le Perroquet vert&amp;#039;&amp;#039; [&amp;#039;&amp;#039;Der grüne Kakadu&amp;#039;&amp;#039;, 1899] in der Übersetzung von Stéphane Epstein&amp;lt;ref&amp;gt; 	https://d-nb.info/gnd/116517220&amp;lt;/ref&amp;gt; und Émile Lutz, sowie 1912 &amp;#039;&amp;#039;Les derniers masques&amp;#039;&amp;#039; [&amp;#039;&amp;#039;Die letzten Masken&amp;#039;&amp;#039;, 1902] übersetzt von Maurice Rémon&amp;lt;ref&amp;gt;https://explore.gnd.network/gnd/116436840&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Buchform publiziert der Verlag Stock 1912 &amp;#039;&amp;#039;La Ronde&amp;#039;&amp;#039;, übersetzt von Maurice Rémon und Wilhelm Bauer, und 1913 &amp;#039;&amp;#039;Anatole&amp;#039;&amp;#039; (Maurice Rémon und Maurice Vaucaire). Dieses im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts zunehmende Interesse in Frankreich findet mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs ein jähes Ende, nach 1918 wird es einige Jahre brauchen, um es wieder zu erwecken.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die ersten Übersetzungen ins Französische dürfte Schnitzler seinem Freund Paul Goldmann&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Special:URIResolver/?curid=25489&amp;lt;/ref&amp;gt; (1865-1935),&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Freundschaft zwischen Goldmann und Schnitzler siehe Laura Untner, „Paul Goldman und Arthur Schnitzler. Von Freund und Förderer zu Verräter und Jugenderinnerung“, Studia Austriaca (Milano), 32, 2024, S. 5–42&amp;lt;/ref&amp;gt; der zu dieser Zeit als Korrespondent der &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Zeitung&amp;#039;&amp;#039; in Paris lebt, zu verdanken haben: es handelt sich um „Emplettes de Noël“, eine Szene aus dem Zyklus &amp;#039;&amp;#039;Anatol&amp;#039;&amp;#039;, („Weihnachtseinkäufe“), in der Mai-Juni-Nummer 1894 der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;L’Idée libre&amp;#039;&amp;#039;, übersetzt von Henri Albert&amp;lt;ref&amp;gt;https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;cqlMode=true&amp;amp;query=nid%3D118817477&amp;lt;/ref&amp;gt;, und um die Novelle &amp;#039;&amp;#039;Mourir&amp;#039;&amp;#039; [&amp;#039;&amp;#039;Sterben&amp;#039;&amp;#039;, 1894] die in der Übersetzung von Gaspard Vallette zuerst im Mai und Juni 1895 in der Genfer Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Semaine littéraire&amp;#039;&amp;#039; und ein Jahr darauf in Buchform bei Payot in Lausanne und Perrin in Paris erscheint. 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Der erste Erfolg ist (davor) aber die von Zuckerkandl vermittelte Veröffentlichung der Monolognovelle &#039;&#039;Fräulein Else&#039;&#039; (1924), die in der Übersetzung von Clara Katharina Pollaczek 1926 im Verlag Stock erscheint und schon 1929 und 1932 wiederaufgelegt wird. Neben einer Neuübersetzung von &#039;&#039;Mourir&#039;&#039; durch Alzir Hella und Olivier Bournac (1925 bei F. Rieder) und den ersten französischen Versionen bei Attinger (Neuchâtel, Paris) von &#039;&#039;Madame Beate et son fils&#039;&#039; (&#039;&#039;Frau Beate und ihr Sohn&#039;&#039;, 1913) 1929 von Hella/Bournac und &#039;&#039;Le Retour de Casanova&#039;&#039; (&#039;&#039;Casanovas Heimfahrt&#039;&#039;, 1918) 1930 von  Maurice Rémon übersetzt, hat vor allem die von Suzanne Clauser besorgte Übersetzung des Romans &#039;&#039;Therese. Chronik eines Frauenlebens&#039;&#039; (1928) Interesse erregt: Sie erscheint 1931 in der Reihe „Collections des Maîtres de la littérature étrangère“ im namhaften Verlag Albin Michel mit einem Vorwort des Kunsthistorikers Louis Gillet&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.academie-francaise.fr/les-immortels/louis-gillet&amp;lt;/ref&amp;gt;. Außerdem gelingt es Clauser, eine beachtliche Anzahl von Erzählungen und Novellen in Zeitschriften wie &#039;&#039;Gringoire&#039;&#039;, &#039;&#039;Candide&#039;&#039; und &#039;&#039;Revue de France&#039;&#039; unterzubringen (Publikationen, die übrigens interessanterweise dem „nationalen“ Lager zuzuordnen sind) und bei Stock zwei Novellenbände herauszubringen: &#039;&#039;La Pénombre des âmes&#039;&#039; (1929 mit einem Vorwort des Germanisten Félix Bertaux&amp;lt;ref&amp;gt;https://catalogue.bnf.fr/ark:/12148/cb11891637s&amp;lt;/ref&amp;gt;) und &#039;&#039;L’Appel des ténèbres&#039;&#039; (&#039;&#039;Flucht in die Finsternis&#039;&#039; [1931] 1932 mit einem Vorwort von [[Paul Géraldy]]).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;[[File:10F475FB-preview.jpg|left|thumb|Arthur Schnitzler mit Suzanne Clauser und Olga Schnitzler (1931)]]Nach dem Ersten Weltkrieg sind es zuerst seine Prosawerke, mit denen Schnitzler wieder ein französischsprachiges Publikum findet, und das vor allem dank der Vermittlertätigkeit von Berta Zuckerkandl und, später, von Suzanne Clauser; Letzterer überträgt Schnitzler in einer testamentarischen Bestimmung die Vollmacht über alle „französischen Angelegenheiten“. Der erste Erfolg ist (davor) aber die von Zuckerkandl vermittelte Veröffentlichung der Monolognovelle &#039;&#039;Fräulein Else&#039;&#039; (1924), die in der Übersetzung von Clara Katharina Pollaczek 1926 im Verlag Stock erscheint und schon 1929 und 1932 wiederaufgelegt wird. Neben einer Neuübersetzung von &#039;&#039;Mourir&#039;&#039; durch &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[&lt;/ins&gt;Alzir Hella&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]] &lt;/ins&gt;und Olivier Bournac (1925 bei F. Rieder) und den ersten französischen Versionen bei Attinger (Neuchâtel, Paris) von &#039;&#039;Madame Beate et son fils&#039;&#039; (&#039;&#039;Frau Beate und ihr Sohn&#039;&#039;, 1913) 1929 von Hella/Bournac und &#039;&#039;Le Retour de Casanova&#039;&#039; (&#039;&#039;Casanovas Heimfahrt&#039;&#039;, 1918) 1930 von  Maurice Rémon übersetzt, hat vor allem die von Suzanne Clauser besorgte Übersetzung des Romans &#039;&#039;Therese. Chronik eines Frauenlebens&#039;&#039; (1928) Interesse erregt: Sie erscheint 1931 in der Reihe „Collections des Maîtres de la littérature étrangère“ im namhaften Verlag Albin Michel mit einem Vorwort des Kunsthistorikers Louis Gillet&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.academie-francaise.fr/les-immortels/louis-gillet&amp;lt;/ref&amp;gt;. Außerdem gelingt es Clauser, eine beachtliche Anzahl von Erzählungen und Novellen in Zeitschriften wie &#039;&#039;Gringoire&#039;&#039;, &#039;&#039;Candide&#039;&#039; und &#039;&#039;Revue de France&#039;&#039; unterzubringen (Publikationen, die übrigens interessanterweise dem „nationalen“ Lager zuzuordnen sind) und bei Stock zwei Novellenbände herauszubringen: &#039;&#039;La Pénombre des âmes&#039;&#039; (1929 mit einem Vorwort des Germanisten Félix Bertaux&amp;lt;ref&amp;gt;https://catalogue.bnf.fr/ark:/12148/cb11891637s&amp;lt;/ref&amp;gt;) und &#039;&#039;L’Appel des ténèbres&#039;&#039; (&#039;&#039;Flucht in die Finsternis&#039;&#039; [1931] 1932 mit einem Vorwort von [[Paul Géraldy]]).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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			<pubDate>Tue, 25 Aug 2026 12:36:30 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Kategorie:Sachartikel</title>
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			<pubDate>Tue, 25 Aug 2026 12:34:54 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Kategorie:Zeitschrift</title>
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			<pubDate>Tue, 25 Aug 2026 12:33:22 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Kategorie:Verlag</title>
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			<pubDate>Tue, 25 Aug 2026 12:30:38 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<title>Kategorie:Organisation</title>
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			<pubDate>Tue, 25 Aug 2026 11:24:38 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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			<pubDate>Tue, 25 Aug 2026 11:23:44 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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