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		<title>Hannah am 26. März 2026 um 10:38 Uhr</title>
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Innerhalb dieser nicht vollständigen Liste nehmen Kraus und Canetti eine Schlüsselstellung ein: Gerald Stieg, der sich von dem nationalsozialistischen Denken losreissen musste, das auch das Denken seines Vaters war, welcher „hartnäckig seinem gefallenen Ideal treu blieb&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.: 26&amp;lt;/ref&amp;gt;“, entdeckte &amp;#039;&amp;#039;Dritte Walpurgisnacht&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Die Blendung&amp;#039;&amp;#039; fast gleichzeitig, als er als Assistent an der Universität Innsbruck tätig war. Über &amp;#039;&amp;#039;Dritte Walpurgisnacht&amp;#039;&amp;#039; schreibt er rückblickend: „„Der Schock dieser Lektüre war unglaublich: Ich hielt die beste, tiefste, klarste Analyse des Nationalsozialismus in den Händen, die nicht nach der Katastrophe, sondern schon zu Beginn seiner Herrschaft verfasst wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.: 29&amp;lt;/ref&amp;gt;“ und betrachtet Canettis Werk als „eine Entdeckung, die sehr wichtige Konsequenzen für mich haben würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.: 31&amp;lt;/ref&amp;gt;“ Der eminente Germanist Wendelin Schmidt-Dengler&amp;lt;ref&amp;gt;https://shs.cairn.info/revue-etudes-germaniques-2010-2-page-161?lang=fr&amp;lt;/ref&amp;gt;, sein Kollege und Freund an der Universität Wien, verlieh ihm den Ehrentitel „Canettologe“. G. Stieg leistete einen entscheidenden Beitrag zur Kenntnis von Kraus’ und Canettis Werk in Frankreich durch internationale Tagungen und Zeitschriftenausgaben, aber auch durch die Mitarbeit an Ausstellungen (wie der im Centre Pompidou 1986) oder Radiosendungen. Als Beispiele seien hier die Nummer 11 von &amp;#039;&amp;#039;[[Austriaca]]&amp;#039;&amp;#039; zu Ehren von [[Elias Canetti]], die große Tagung „Elias Canetti (1905– 1994)“ in der Bibliothèque nationale de France (&amp;#039;&amp;#039;[[Austriaca]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 61, 2005), die Nummer 49 (1999) von &amp;#039;&amp;#039;[[Austriaca]]&amp;#039;&amp;#039; zur Aktualität von [[Karl Kraus]] oder auch die Nummer 35/36 („Les guerres de Karl Kraus“, 2006) der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Agone&amp;#039;&amp;#039; genannt, die das Ergebnis einer Tagung ist, die am Collège de France mit [[Jacques Bouveresse]] veranstaltet wurde.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Was aus G. 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Die Vielfalt der daraus entstandenen Arbeiten zeugt sowohl von den Persönlichkeiten und Vorlieben der einzelnen Doktorand*innen, als auch von dem Vertrauen, das G. Stieg den Student*innen entgegenbrachte, die sich an ihn wandten. Hinter dieser Vielfalt lassen sich große Konstanten erkennen, wie die Fülle an komparatistischen oder genetischen Arbeiten, aber auch an Rezeptionsstudien. Darüber hinaus spiegelt der hohe Stellenwert, der den wichtigen Autor*innen ([[Robert Musil|Musil]], [[Elias Canetti|Canetti]], [[Ingeborg Bachmann|Bachmann]], [[Paul Celan|Celan]], [[Thomas Bernhard|Bernhard]], [[Rainer Maria Rilke|Rilke]]) eingeräumt wird, eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit der Bedeutung der deutschsprachigen – und insbesondere der österreichischen – Literatur innerhalb der europäischen Tradition&amp;lt;ref&amp;gt;Stieg / Valentin 1997&amp;lt;/ref&amp;gt;. Um nur einen Eindruck vom Spektrum und von der Ausrichtung der Forschungsthemen der Doktorand*innen von G. Stieg zu vermitteln, genügen einige Beispiele: die „Aufzeichnungen“ von [[Elias Canetti]] / Canetti als Leser von Cervantes, Gogol und Stendhal / Religion in Canettis Denken; die &#039;&#039;Duineser Elegien&#039;&#039; / bildende Kunst und poetische Reflexion bei Rilke / [[Franz Kafka|Kafka]], Rilke und Pessoa; [[Manès Sperber]]; [[Ingeborg Bachmann]] und Marguerite Duras; [[Robert Musil]] und die anthropologische Frage / der Status von Grenzüberschreitungen in Musils Werk; [[Ilse Aichinger]]; die Poetik von Franz Werfel; die Rezeption von [[Thomas Bernhard]] in der französischen Presse / Bernhard und Tschechow; [[Paul Celan]] und Anselm Kiefer / die Celan-Rezeption in Frankreich; die Rezeption der Psychoanalyse in den deutschsprachigen Literaturkreisen von 1900 bis 1930; die französische Rezeption von [[Peter Handke]]; die Rezeption des Werkes von [[Johann Nestroy]] durch [[Karl Kraus]]; die französischen Übersetzungen des Theaters von [[Elfriede Jelinek]]; die Sexualitätsdiskurse in Wien und Berlin (1900–1914). In dieser Liste, die die Forschungsschwerpunkte von G. Stieg widerspiegelt, dominieren eindeutig österreichische Autoren, allen voran [[Karl Kraus]], [[Elias Canetti]], [[Robert Musil]] und [[Rainer Maria Rilke]], dessen poetische Werke G. Stieg in der „Bibliothèque de la Pléiade&amp;lt;ref&amp;gt;Rilke 1997&amp;lt;/ref&amp;gt;“ herausgegeben hat. Zu diesen Autoren müssen das Wiener Vorstadttheater ([[Ferdinand Raimund|Raimund]] und vor allem [[Johann Nestroy|Nestroy]]) und landeskundliche Studien&amp;lt;ref&amp;gt;Lacheny 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; hinzugefügt werden. Schließlich ist noch die Musik zu nennen, die G. Stiegs Lehre und Leben durchzieht: In Mozart „verwirklichte sich für mich eine einzigartige Verschmelzung der Volkskultur des Landes mit einer universellen Vision der Menschheit.&amp;lt;ref&amp;gt;Stieg 2013: 30&amp;lt;/ref&amp;gt;“ G. Stieg veröffentlichte außerdem in &#039;&#039;Le Monde de la musique&#039;&#039; vom 11. Oktober 1990 einen Text über das Streichquartett unter dem an Canetti gemahnenden Titel „Le cœur secret de l’Europe“ (&#039;&#039;Das Geheimherz Europas&#039;&#039;). Dieser Aufsatz, der das Ergebnis langer Reflexionen war, die auf seiner Zusammenarbeit mit Georges Zeisel&amp;lt;ref&amp;gt;https://catalogue.bnf.fr/ark:/12148/cb119296332&amp;lt;/ref&amp;gt;, dem Gründer des Verbandes ProQuartet, beruhten, wurde im Jahr 2000 in dem Band &#039;&#039;Europes: de l’Antiquité au XX&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; siècle : anthologie critique et commentée&#039;&#039;, herausgegeben von Yves Hersant und Fabienne Durand-Bogaert (Paris: R. 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		<author><name>Hannah</name></author>
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		<title>Hannah am 10. Februar 2026 um 12:07 Uhr</title>
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		<author><name>Hannah</name></author>
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		<title>Hannah am 10. Juni 2025 um 08:15 Uhr</title>
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So bezog er öffentlich Stellung gegen Jörg Haider&amp;lt;ref&amp;gt;https://biographien.ac.at/ID-184.6192681877674-1&amp;lt;/ref&amp;gt; und seinen rechtsextremen Populismus und er bekämpfte die Politik der ÖVP-FPÖ-Koalition im Jahre 2000, über der in seinen Augen „der Schatten des Nationalsozialismus und des Pangermanismus&amp;lt;ref&amp;gt;Stieg 2013: 35&amp;lt;/ref&amp;gt;“ schwebte, weshalb er für einige Zeit in offiziellen österreichischen Kreisen als Persona non grata galt. G. Stieg ging im Namen des Redaktionskomitees von &#039;&#039;[[Austriaca]]&#039;&#039; sogar so weit, dass er jegliche Verbindung mit den damaligen österreichischen Regierungsbehörden abbrach und jegliche Subvention des österreichischen Staates für &#039;&#039;[[Austriaca]]&#039;&#039; ablehnte. Die Ablehnung dieser Subventionen wird in einem Brief an die damalige österreichische Außenministerin Benita Ferrero-Waldner&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Benita_Ferrero-Waldner&amp;lt;/ref&amp;gt; vom 14. Mai 2000 deutlich begründet: „Diese Haltung wird für uns dadurch bestimmt, dass es moralisch nicht vertretbar ist, Geld von einem Spender anzunehmen, den man offen bekämpft. Dieser Akt ist nicht gegen Österreich gerichtet, ganz im Gegenteil, er will ein Symbol für politische und moralische Opposition sein&amp;lt;ref&amp;gt;Abdruck des Briefes in: Austriaca Nr. 50, 2000: 9–11, hier: 10&amp;lt;/ref&amp;gt;“. Und während der Kongress der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) 2000 in Wien stattfand, also einige Monate nach der Bildung einer schwarz-blauen Koalitionsregierung, nahm G. Stieg zusammen mit [[Jacques Bouveresse]], [[Jacques Le Rider]] und Heinz Wismann&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.deutsche-biographie.de/141838035.html&amp;lt;/ref&amp;gt; an einer parallelen Protestaktion mit dem vielsagenden Titel „Die Germanistik, eine politische Wissenschaft?“ teil, die im Jüdischen Museum Wien veranstaltet wurde. Als G. Stieg schließlich im Jahr 2000 gemeinsam mit [[Felix Kreissler]] eine „Société franco-autrichienne“ (Französisch-Österreichische Gesellschaft) gründete, nahm er „an einem Kampf teil, dessen Ziel es war, die österreichische Kulturpolitik in Frankreich zu delegitimieren“, da er das Gefühl hatte, „dass die österreichische Regierung auf unverantwortliche Weise mit den Grundlagen der Republik und ihrem internationalen Kredit spielte.&amp;lt;ref&amp;gt;Stieg 2013: 36&amp;lt;/ref&amp;gt;“ &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Eine solche Stelle liefert &lt;/del&gt;ein &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Musterbeispiel &lt;/del&gt;für die intellektuelle Integrität von Gerald Stieg, der stets eine österreichische Identität unter der musikalischen Ägide von Mozart und der literarischen Ägide von Nestroy, Kraus, Canetti, Rilke und Trakl gegen die verhängnisvollen Auswirkungen der nationalsozialistischen und pangermanisten Vergangenheit Österreichs verteidigte.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die Arbeit, die Gerald Stieg für die Zeitschrift &#039;&#039;[[Austriaca]]&#039;&#039; leistete, ist zugleich Ausdruck und Spiegelbild eines unermüdlichen, aber nicht unkritischen Einsatzes als Vermittler zwischen Frankreich und Österreich. In der Tat schreckte G. Stieg nie davor zurück, kompromisslose politische Positionen zu vertreten. So bezog er öffentlich Stellung gegen Jörg Haider&amp;lt;ref&amp;gt;https://biographien.ac.at/ID-184.6192681877674-1&amp;lt;/ref&amp;gt; und seinen rechtsextremen Populismus und er bekämpfte die Politik der ÖVP-FPÖ-Koalition im Jahre 2000, über der in seinen Augen „der Schatten des Nationalsozialismus und des Pangermanismus&amp;lt;ref&amp;gt;Stieg 2013: 35&amp;lt;/ref&amp;gt;“ schwebte, weshalb er für einige Zeit in offiziellen österreichischen Kreisen als Persona non grata galt. G. Stieg ging im Namen des Redaktionskomitees von &#039;&#039;[[Austriaca]]&#039;&#039; sogar so weit, dass er jegliche Verbindung mit den damaligen österreichischen Regierungsbehörden abbrach und jegliche Subvention des österreichischen Staates für &#039;&#039;[[Austriaca]]&#039;&#039; ablehnte. 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Stieg schließlich im Jahr 2000 gemeinsam mit [[Felix Kreissler]] eine „Société franco-autrichienne“ (Französisch-Österreichische Gesellschaft) gründete, nahm er „an einem Kampf teil, dessen Ziel es war, die österreichische Kulturpolitik in Frankreich zu delegitimieren“, da er das Gefühl hatte, „dass die österreichische Regierung auf unverantwortliche Weise mit den Grundlagen der Republik und ihrem internationalen Kredit spielte.&amp;lt;ref&amp;gt;Stieg 2013: 36&amp;lt;/ref&amp;gt;“ &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Dies ist &lt;/ins&gt;ein &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Beispiel &lt;/ins&gt;für die intellektuelle Integrität von Gerald Stieg, der stets eine österreichische Identität unter der musikalischen Ägide von Mozart und der literarischen Ägide von Nestroy, Kraus, Canetti, Rilke und Trakl gegen die verhängnisvollen Auswirkungen der nationalsozialistischen und pangermanisten Vergangenheit Österreichs verteidigte.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Hannah</name></author>
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		<title>Solene am 3. Februar 2025 um 12:57 Uhr</title>
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		<author><name>Solene</name></author>
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		<title>Solene am 3. Februar 2025 um 08:30 Uhr</title>
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Innerhalb dieser nicht vollständigen Liste nehmen Kraus und Canetti eine Schlüsselstellung ein: Gerald Stieg, der sich von dem nationalsozialistischen Denken losreissen musste, das auch das Denken seines Vaters war, welcher „hartnäckig seinem gefallenen Ideal treu blieb&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.: 26&amp;lt;/ref&amp;gt;“, entdeckte &amp;#039;&amp;#039;Dritte Walpurgisnacht&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Die Blendung&amp;#039;&amp;#039; fast gleichzeitig, als er als Assistent an der Universität Innsbruck tätig war. Über &amp;#039;&amp;#039;Dritte Walpurgisnacht&amp;#039;&amp;#039; schreibt er rückblickend: „„Der Schock dieser Lektüre war unglaublich: Ich hielt die beste, tiefste, klarste Analyse des Nationalsozialismus in den Händen, die nicht nach der Katastrophe, sondern schon zu Beginn seiner Herrschaft verfasst wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.: 29&amp;lt;/ref&amp;gt;“ und betrachtet Canettis Werk als „eine Entdeckung, die sehr wichtige Konsequenzen für mich haben würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.: 31&amp;lt;/ref&amp;gt;“ Der eminente Germanist Wendelin Schmidt-Dengler&amp;lt;ref&amp;gt;https://shs.cairn.info/revue-etudes-germaniques-2010-2-page-161?lang=fr&amp;lt;/ref&amp;gt;, sein Kollege und Freund an der Universität Wien, verlieh ihm den Ehrentitel „Canettologe“. G. Stieg leistete einen entscheidenden Beitrag zur Kenntnis von Kraus’ und Canettis Werk in Frankreich durch internationale Tagungen und Zeitschriftenausgaben, aber auch durch die Mitarbeit an Ausstellungen (wie der im Centre Pompidou 1986) oder Radiosendungen. Als Beispiele seien hier die Nummer 11 von &amp;#039;&amp;#039;[[Austriaca]]&amp;#039;&amp;#039; zu Ehren von [[Elias Canetti]], die große Tagung „Elias Canetti (1905– 1994)“ in der Bibliothèque nationale de France (&amp;#039;&amp;#039;[[Austriaca]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 61, 2005), die Nummer 49 (1999) von &amp;#039;&amp;#039;[[Austriaca]]&amp;#039;&amp;#039; zur Aktualität von [[Karl Kraus]] oder auch die Nummer 35/36 („Les guerres de Karl Kraus“, 2006) der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Agone&amp;#039;&amp;#039; genannt, die das Ergebnis einer Tagung ist, die am Collège de France mit [[Jacques Bouveresse]] veranstaltet wurde.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Was aus G. Stiegs Publikationen am deutlichsten hervorgeht, ist die große Aufmerksamkeit, die er den bedeutenden Schriftstellern widmet:  [[Elias Canetti|Canetti]], Goethe, [[Karl Kraus|Kraus]], [[Robert Musil|Musil]], [[Rainer Maria Rilke|Rilke]] und [[Georg Trakl|Trakl]]. Innerhalb dieser nicht vollständigen Liste nehmen Kraus und Canetti eine Schlüsselstellung ein: Gerald Stieg, der sich von dem nationalsozialistischen Denken losreissen musste, das auch das Denken seines Vaters war, welcher „hartnäckig seinem gefallenen Ideal treu blieb&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.: 26&amp;lt;/ref&amp;gt;“, entdeckte &amp;#039;&amp;#039;Dritte Walpurgisnacht&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Die Blendung&amp;#039;&amp;#039; fast gleichzeitig, als er als Assistent an der Universität Innsbruck tätig war. Über &amp;#039;&amp;#039;Dritte Walpurgisnacht&amp;#039;&amp;#039; schreibt er rückblickend: „„Der Schock dieser Lektüre war unglaublich: Ich hielt die beste, tiefste, klarste Analyse des Nationalsozialismus in den Händen, die nicht nach der Katastrophe, sondern schon zu Beginn seiner Herrschaft verfasst wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.: 29&amp;lt;/ref&amp;gt;“ und betrachtet Canettis Werk als „eine Entdeckung, die sehr wichtige Konsequenzen für mich haben würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.: 31&amp;lt;/ref&amp;gt;“ Der eminente Germanist Wendelin Schmidt-Dengler&amp;lt;ref&amp;gt;https://shs.cairn.info/revue-etudes-germaniques-2010-2-page-161?lang=fr&amp;lt;/ref&amp;gt;, sein Kollege und Freund an der Universität Wien, verlieh ihm den Ehrentitel „Canettologe“. G. Stieg leistete einen entscheidenden Beitrag zur Kenntnis von Kraus’ und Canettis Werk in Frankreich durch internationale Tagungen und Zeitschriftenausgaben, aber auch durch die Mitarbeit an Ausstellungen (wie der im Centre Pompidou 1986) oder Radiosendungen. Als Beispiele seien hier die Nummer 11 von &amp;#039;&amp;#039;[[Austriaca]]&amp;#039;&amp;#039; zu Ehren von [[Elias Canetti]], die große Tagung „Elias Canetti (1905– 1994)“ in der Bibliothèque nationale de France (&amp;#039;&amp;#039;[[Austriaca]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 61, 2005), die Nummer 49 (1999) von &amp;#039;&amp;#039;[[Austriaca]]&amp;#039;&amp;#039; zur Aktualität von [[Karl Kraus]] oder auch die Nummer 35/36 („Les guerres de Karl Kraus“, 2006) der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Agone&amp;#039;&amp;#039; genannt, die das Ergebnis einer Tagung ist, die am Collège de France mit [[Jacques Bouveresse]] veranstaltet wurde.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Die Vielfalt der daraus entstandenen Arbeiten zeugt sowohl von den Persönlichkeiten und Vorlieben der einzelnen Doktorand*innen, als auch von dem Vertrauen, das G. Stieg den &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Studenten &lt;/del&gt;entgegenbrachte, die sich an ihn wandten. Hinter dieser Vielfalt lassen sich große Konstanten erkennen, wie die Fülle an komparatistischen oder genetischen Arbeiten, aber auch an Rezeptionsstudien. Darüber hinaus spiegelt der hohe Stellenwert, der den wichtigen &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;AutorInnen &lt;/del&gt;([[Robert Musil|Musil]], [[Elias Canetti|Canetti]], [[Ingeborg Bachmann|Bachmann]], [[Paul Celan|Celan]], [[Thomas Bernhard|Bernhard]], [[Rainer Maria Rilke|Rilke]]) eingeräumt wird, eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit der Bedeutung der deutschsprachigen – und insbesondere der österreichischen – Literatur innerhalb der europäischen Tradition&amp;lt;ref&amp;gt;Stieg / Valentin 1997&amp;lt;/ref&amp;gt;. Um nur einen Eindruck vom Spektrum und von der Ausrichtung der Forschungsthemen der Doktorand*innen von G. Stieg zu vermitteln, genügen einige Beispiele: die „Aufzeichnungen“ von [[Elias Canetti]] / Canetti als Leser von Cervantes, Gogol und Stendhal / Religion in Canettis Denken; die &#039;&#039;Duineser Elegien&#039;&#039; / bildende Kunst und poetische Reflexion bei Rilke / [[Franz Kafka|Kafka]], Rilke und Pessoa; [[Manès Sperber]]; [[Ingeborg Bachmann]] und Marguerite Duras; [[Robert Musil]] und die anthropologische Frage / der Status von Grenzüberschreitungen in Musils Werk; [[Ilse Aichinger]]; die Poetik von Franz Werfel; die Rezeption von [[Thomas Bernhard]] in der französischen Presse / Bernhard und Tschechow; [[Paul Celan]] und Anselm Kiefer / die Celan-Rezeption in Frankreich; die Rezeption der Psychoanalyse in den deutschsprachigen Literaturkreisen von 1900 bis 1930; die französische Rezeption von [[Peter Handke]]; die Rezeption des Werkes von [[Johann Nestroy]] durch [[Karl Kraus]]; die französischen Übersetzungen des Theaters von [[Elfriede Jelinek]]; die Sexualitätsdiskurse in Wien und Berlin (1900–1914). In dieser Liste, die die Forschungsschwerpunkte von G. Stieg widerspiegelt, dominieren eindeutig österreichische Autoren, allen voran [[Karl Kraus]], [[Elias Canetti]], [[Robert Musil]] und [[Rainer Maria Rilke]], dessen poetische Werke G. Stieg in der „Bibliothèque de la Pléiade&amp;lt;ref&amp;gt;Rilke 1997&amp;lt;/ref&amp;gt;“ herausgegeben hat. Zu diesen Autoren müssen das Wiener Vorstadttheater ([[Ferdinand Raimund|Raimund]] und vor allem [[Johann Nestroy|Nestroy]]) und landeskundliche Studien&amp;lt;ref&amp;gt;Lacheny 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; hinzugefügt werden. Schließlich ist noch die Musik zu nennen, die G. Stiegs Lehre und Leben durchzieht: In Mozart „verwirklichte sich für mich eine einzigartige Verschmelzung der Volkskultur des Landes mit einer universellen Vision der Menschheit.&amp;lt;ref&amp;gt;Stieg 2013: 30&amp;lt;/ref&amp;gt;“ G. Stieg veröffentlichte außerdem in &#039;&#039;Le Monde de la musique&#039;&#039; vom 11. Oktober 1990 einen Text über das Streichquartett unter dem an Canetti gemahnenden Titel „Le cœur secret de l’Europe“ (&#039;&#039;Das Geheimherz Europas&#039;&#039;). Dieser Aufsatz, der das Ergebnis langer Reflexionen war, die auf seiner Zusammenarbeit mit Georges Zeisel&amp;lt;ref&amp;gt;https://catalogue.bnf.fr/ark:/12148/cb119296332&amp;lt;/ref&amp;gt;, dem Gründer des Verbandes ProQuartet, beruhten, wurde im Jahr 2000 in dem Band &#039;&#039;Europes: de l’Antiquité au XX&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; siècle : anthologie critique et commentée&#039;&#039;, herausgegeben von Yves Hersant und Fabienne Durand-Bogaert (Paris: R. Laffont, „Bouquins“, 2000), neu veröffentlicht.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Eine Priorität G. Stiegs war es immer, die Initiativen junger &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Forscher*innen &lt;/ins&gt;zu fördern&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.: 243&amp;lt;/ref&amp;gt;. Wenn man die Liste der von G. 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In dieser Liste, die die Forschungsschwerpunkte von G. Stieg widerspiegelt, dominieren eindeutig österreichische Autoren, allen voran [[Karl Kraus]], [[Elias Canetti]], [[Robert Musil]] und [[Rainer Maria Rilke]], dessen poetische Werke G. Stieg in der „Bibliothèque de la Pléiade&amp;lt;ref&amp;gt;Rilke 1997&amp;lt;/ref&amp;gt;“ herausgegeben hat. Zu diesen Autoren müssen das Wiener Vorstadttheater ([[Ferdinand Raimund|Raimund]] und vor allem [[Johann Nestroy|Nestroy]]) und landeskundliche Studien&amp;lt;ref&amp;gt;Lacheny 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; hinzugefügt werden. Schließlich ist noch die Musik zu nennen, die G. Stiegs Lehre und Leben durchzieht: In Mozart „verwirklichte sich für mich eine einzigartige Verschmelzung der Volkskultur des Landes mit einer universellen Vision der Menschheit.&amp;lt;ref&amp;gt;Stieg 2013: 30&amp;lt;/ref&amp;gt;“ G. Stieg veröffentlichte außerdem in &#039;&#039;Le Monde de la musique&#039;&#039; vom 11. 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So bezog er öffentlich Stellung gegen Jörg Haider&amp;lt;ref&amp;gt;https://biographien.ac.at/ID-184.6192681877674-1&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;uund &lt;/del&gt;seinen rechtsextremen Populismus und er bekämpfte die Politik der ÖVP-FPÖ-Koalition im Jahre 2000, über der in seinen Augen „der Schatten des Nationalsozialismus und des Pangermanismus&amp;lt;ref&amp;gt;Stieg 2013: 35&amp;lt;/ref&amp;gt;“ schwebte, weshalb er für einige Zeit in offiziellen österreichischen Kreisen als Persona non grata galt. G. Stieg ging im Namen des Redaktionskomitees von &#039;&#039;[[Austriaca]]&#039;&#039; sogar so weit, dass er jegliche Verbindung mit den damaligen österreichischen Regierungsbehörden abbrach und jegliche Subvention des österreichischen Staates für &#039;&#039;[[Austriaca]]&#039;&#039; ablehnte. Die Ablehnung dieser Subventionen wird in einem Brief an die damalige österreichische Außenministerin Benita Ferrero-Waldner&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Benita_Ferrero-Waldner&amp;lt;/ref&amp;gt; vom 14. Mai 2000 deutlich begründet: „Diese Haltung wird für uns dadurch bestimmt, dass es moralisch nicht vertretbar ist, Geld von einem Spender anzunehmen, den man offen bekämpft. Dieser Akt ist nicht gegen Österreich gerichtet, ganz im Gegenteil, er will ein Symbol für politische und moralische Opposition sein&amp;lt;ref&amp;gt;Abdruck des Briefes in: Austriaca Nr. 50, 2000: 9–11, hier: 10&amp;lt;/ref&amp;gt;“. Und während der Kongress der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) 2000 in Wien stattfand, also einige Monate nach der Bildung einer schwarz-blauen Koalitionsregierung, nahm G. Stieg zusammen mit [[Jacques Bouveresse]], [[Jacques Le Rider]] und Heinz Wismann&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.deutsche-biographie.de/141838035.html&amp;lt;/ref&amp;gt; an einer parallelen Protestaktion mit dem vielsagenden Titel „Die Germanistik, eine politische Wissenschaft?“ teil, die im Jüdischen Museum Wien veranstaltet wurde. Als G. Stieg schließlich im Jahr 2000 gemeinsam mit [[Felix Kreissler]] eine „Société franco-autrichienne“ (Französisch-Österreichische Gesellschaft) gründete, nahm er „an einem Kampf teil, dessen Ziel es war, die österreichische Kulturpolitik in Frankreich zu delegitimieren“, da er das Gefühl hatte, „dass die österreichische Regierung auf unverantwortliche Weise mit den Grundlagen der Republik und ihrem internationalen Kredit spielte.&amp;lt;ref&amp;gt;Stieg 2013: 36&amp;lt;/ref&amp;gt;“ Eine solche Stelle liefert ein Musterbeispiel für die intellektuelle Integrität von Gerald Stieg, der stets eine österreichische Identität unter der musikalischen Ägide von Mozart und der literarischen Ägide von Nestroy, Kraus, Canetti, Rilke und Trakl gegen die verhängnisvollen Auswirkungen der nationalsozialistischen und pangermanisten Vergangenheit Österreichs verteidigte.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die Arbeit, die Gerald Stieg für die Zeitschrift &#039;&#039;[[Austriaca]]&#039;&#039; leistete, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ist &lt;/ins&gt;zugleich Ausdruck und Spiegelbild eines unermüdlichen, aber nicht unkritischen Einsatzes als Vermittler zwischen Frankreich und Österreich. 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Stieg schließlich im Jahr 2000 gemeinsam mit [[Felix Kreissler]] eine „Société franco-autrichienne“ (Französisch-Österreichische Gesellschaft) gründete, nahm er „an einem Kampf teil, dessen Ziel es war, die österreichische Kulturpolitik in Frankreich zu delegitimieren“, da er das Gefühl hatte, „dass die österreichische Regierung auf unverantwortliche Weise mit den Grundlagen der Republik und ihrem internationalen Kredit spielte.&amp;lt;ref&amp;gt;Stieg 2013: 36&amp;lt;/ref&amp;gt;“ Eine solche Stelle liefert ein Musterbeispiel für die intellektuelle Integrität von Gerald Stieg, der stets eine österreichische Identität unter der musikalischen Ägide von Mozart und der literarischen Ägide von Nestroy, Kraus, Canetti, Rilke und Trakl gegen die verhängnisvollen Auswirkungen der nationalsozialistischen und pangermanisten Vergangenheit Österreichs verteidigte.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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So bezog er öffentlich Stellung gegen Jörg Haider&amp;lt;ref&amp;gt;https://biographien.ac.at/ID-184.6192681877674-1&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;und &lt;/del&gt;seinen rechtsextremen Populismus und er bekämpfte die Politik der ÖVP-FPÖ-Koalition im Jahre 2000, über der in seinen Augen „der Schatten des Nationalsozialismus und des Pangermanismus&amp;lt;ref&amp;gt;Stieg 2013: 35&amp;lt;/ref&amp;gt;“ schwebte, weshalb er für einige Zeit in offiziellen österreichischen Kreisen als &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/del&gt;Persona non grata&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/del&gt;galt. G. Stieg ging im Namen des Redaktionskomitees von &#039;&#039;[[Austriaca]]&#039;&#039; sogar so weit, dass er jegliche Verbindung mit den damaligen österreichischen Regierungsbehörden abbrach und jegliche Subvention des österreichischen Staates für Austriaca ablehnte. Die Ablehnung dieser Subventionen wird in einem Brief an die damalige österreichische Außenministerin Benita Ferrero-Waldner&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Benita_Ferrero-Waldner&amp;lt;/ref&amp;gt; vom 14. Mai 2000 deutlich begründet: „Diese Haltung wird für uns dadurch bestimmt, dass es moralisch nicht vertretbar ist, Geld von einem Spender anzunehmen, den man offen bekämpft. Dieser Akt ist nicht gegen Österreich gerichtet, ganz im Gegenteil, er will ein Symbol für politische und moralische Opposition sein&amp;lt;ref&amp;gt;Abdruck des Briefes in: Austriaca Nr. 50, 2000: 9–11, hier: 10&amp;lt;/ref&amp;gt;“. Und während der Kongress der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) 2000 in Wien stattfand, also einige Monate nach der Bildung einer schwarz-blauen Koalitionsregierung, nahm G. Stieg zusammen mit [[Jacques Bouveresse]], [[Jacques Le Rider]] und Heinz Wismann&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.deutsche-biographie.de/141838035.html&amp;lt;/ref&amp;gt; an einer parallelen Protestaktion mit dem vielsagenden Titel „Die Germanistik, eine politische Wissenschaft?“ teil, die im Jüdischen Museum Wien veranstaltet wurde. Als G. Stieg schließlich im Jahr 2000 gemeinsam mit [[Felix Kreissler]] eine „Société franco-autrichienne“ (Französisch-Österreichische Gesellschaft) gründete, nahm er „an einem Kampf teil, dessen Ziel es war, die österreichische Kulturpolitik in Frankreich zu delegitimieren“, da er das Gefühl hatte, „dass die österreichische Regierung auf unverantwortliche Weise mit den Grundlagen der Republik und ihrem internationalen Kredit spielte.&amp;lt;ref&amp;gt;Stieg 2013: 36&amp;lt;/ref&amp;gt;“ Eine solche Stelle liefert ein Musterbeispiel für die intellektuelle Integrität von Gerald Stieg, der stets eine österreichische Identität unter der musikalischen Ägide von Mozart und der literarischen Ägide von Nestroy, Kraus, Canetti, Rilke und Trakl gegen die verhängnisvollen Auswirkungen der nationalsozialistischen und pangermanisten Vergangenheit Österreichs verteidigte.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die Arbeit, die Gerald Stieg für die Zeitschrift &#039;&#039;[[Austriaca]]&#039;&#039; leistete, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;iist &lt;/ins&gt;zugleich Ausdruck und Spiegelbild eines unermüdlichen, aber nicht unkritischen Einsatzes als Vermittler zwischen Frankreich und Österreich. In der Tat schreckte G. Stieg nie davor zurück, kompromisslose politische Positionen zu vertreten. So bezog er öffentlich Stellung gegen Jörg Haider&amp;lt;ref&amp;gt;https://biographien.ac.at/ID-184.6192681877674-1&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;uund &lt;/ins&gt;seinen rechtsextremen Populismus und er bekämpfte die Politik der ÖVP-FPÖ-Koalition im Jahre 2000, über der in seinen Augen „der Schatten des Nationalsozialismus und des Pangermanismus&amp;lt;ref&amp;gt;Stieg 2013: 35&amp;lt;/ref&amp;gt;“ schwebte, weshalb er für einige Zeit in offiziellen österreichischen Kreisen als Persona non grata galt. G. Stieg ging im Namen des Redaktionskomitees von &#039;&#039;[[Austriaca]]&#039;&#039; sogar so weit, dass er jegliche Verbindung mit den damaligen österreichischen Regierungsbehörden abbrach und jegliche Subvention des österreichischen Staates für &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;[[&lt;/ins&gt;Austriaca&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]]&#039;&#039; &lt;/ins&gt;ablehnte. Die Ablehnung dieser Subventionen wird in einem Brief an die damalige österreichische Außenministerin Benita Ferrero-Waldner&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Benita_Ferrero-Waldner&amp;lt;/ref&amp;gt; vom 14. Mai 2000 deutlich begründet: „Diese Haltung wird für uns dadurch bestimmt, dass es moralisch nicht vertretbar ist, Geld von einem Spender anzunehmen, den man offen bekämpft. Dieser Akt ist nicht gegen Österreich gerichtet, ganz im Gegenteil, er will ein Symbol für politische und moralische Opposition sein&amp;lt;ref&amp;gt;Abdruck des Briefes in: Austriaca Nr. 50, 2000: 9–11, hier: 10&amp;lt;/ref&amp;gt;“. Und während der Kongress der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) 2000 in Wien stattfand, also einige Monate nach der Bildung einer schwarz-blauen Koalitionsregierung, nahm G. Stieg zusammen mit [[Jacques Bouveresse]], [[Jacques Le Rider]] und Heinz Wismann&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.deutsche-biographie.de/141838035.html&amp;lt;/ref&amp;gt; an einer parallelen Protestaktion mit dem vielsagenden Titel „Die Germanistik, eine politische Wissenschaft?“ teil, die im Jüdischen Museum Wien veranstaltet wurde. Als G. Stieg schließlich im Jahr 2000 gemeinsam mit [[Felix Kreissler]] eine „Société franco-autrichienne“ (Französisch-Österreichische Gesellschaft) gründete, nahm er „an einem Kampf teil, dessen Ziel es war, die österreichische Kulturpolitik in Frankreich zu delegitimieren“, da er das Gefühl hatte, „dass die österreichische Regierung auf unverantwortliche Weise mit den Grundlagen der Republik und ihrem internationalen Kredit spielte.&amp;lt;ref&amp;gt;Stieg 2013: 36&amp;lt;/ref&amp;gt;“ Eine solche Stelle liefert ein Musterbeispiel für die intellektuelle Integrität von Gerald Stieg, der stets eine österreichische Identität unter der musikalischen Ägide von Mozart und der literarischen Ägide von Nestroy, Kraus, Canetti, Rilke und Trakl gegen die verhängnisvollen Auswirkungen der nationalsozialistischen und pangermanisten Vergangenheit Österreichs verteidigte.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Solene</name></author>
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		<title>Solene: /* Österreichische Lieblingsautoren und wissenschaftliche Betreuertätigkeit */</title>
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Innerhalb dieser nicht vollständigen Liste nehmen Kraus und Canetti eine Schlüsselstellung ein: Gerald Stieg, der sich von dem nationalsozialistischen Denken losreissen musste, das auch das Denken seines Vaters war, welcher „hartnäckig seinem gefallenen Ideal treu blieb&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.: 26&amp;lt;/ref&amp;gt;“, entdeckte &#039;&#039;Dritte Walpurgisnacht&#039;&#039; und &#039;&#039;Die Blendung&#039;&#039; fast gleichzeitig, als er als Assistent an der Universität Innsbruck tätig war. Über &#039;&#039;Dritte Walpurgisnacht&#039;&#039; schreibt er rückblickend: &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;„Der &lt;/del&gt;Schock dieser Lektüre war unglaublich: Ich hielt die beste, tiefste, klarste Analyse des Nationalsozialismus in den Händen, die nicht nach der Katastrophe, sondern schon zu Beginn seiner Herrschaft verfasst wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.: 29&amp;lt;/ref&amp;gt;“ und betrachtet Canettis Werk als „eine Entdeckung, die sehr wichtige Konsequenzen für mich haben würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.: 31&amp;lt;/ref&amp;gt;“ Der eminente Germanist Wendelin Schmidt-Dengler&amp;lt;ref&amp;gt;https://shs.cairn.info/revue-etudes-germaniques-2010-2-page-161?lang=fr&amp;lt;/ref&amp;gt;, sein Kollege und Freund an der Universität Wien, verlieh ihm den Ehrentitel „Canettologe“. G. Stieg leistete einen entscheidenden Beitrag zur Kenntnis von Kraus’ und Canettis Werk in Frankreich durch internationale Tagungen und Zeitschriftenausgaben, aber auch durch die Mitarbeit an Ausstellungen (wie der im Centre Pompidou 1986) oder Radiosendungen. Als Beispiele seien hier die Nummer 11 &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;(1980) &lt;/del&gt;von Austriaca zu Ehren von [[Elias Canetti]], die große Tagung „Elias Canetti (1905– 1994)“ in der Bibliothèque nationale de France (&#039;&#039;[[Austriaca]]&#039;&#039; Nr. 61, 2005), die Nummer 49 (1999) von &#039;&#039;[[Austriaca]]&#039;&#039; zur Aktualität von [[Karl Kraus]] oder auch die Nummer 35/36 („Les guerres de Karl Kraus“, 2006) der Zeitschrift &#039;&#039;Agone&#039;&#039; genannt, die das Ergebnis einer Tagung ist, die am Collège de France mit [[Jacques Bouveresse]] veranstaltet wurde.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Was aus G. 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Über &#039;&#039;Dritte Walpurgisnacht&#039;&#039; schreibt er rückblickend: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;„„Der &lt;/ins&gt;Schock dieser Lektüre war unglaublich: Ich hielt die beste, tiefste, klarste Analyse des Nationalsozialismus in den Händen, die nicht nach der Katastrophe, sondern schon zu Beginn seiner Herrschaft verfasst wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.: 29&amp;lt;/ref&amp;gt;“ und betrachtet Canettis Werk als „eine Entdeckung, die sehr wichtige Konsequenzen für mich haben würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.: 31&amp;lt;/ref&amp;gt;“ Der eminente Germanist Wendelin Schmidt-Dengler&amp;lt;ref&amp;gt;https://shs.cairn.info/revue-etudes-germaniques-2010-2-page-161?lang=fr&amp;lt;/ref&amp;gt;, sein Kollege und Freund an der Universität Wien, verlieh ihm den Ehrentitel „Canettologe“. G. Stieg leistete einen entscheidenden Beitrag zur Kenntnis von Kraus’ und Canettis Werk in Frankreich durch internationale Tagungen und Zeitschriftenausgaben, aber auch durch die Mitarbeit an Ausstellungen (wie der im Centre Pompidou 1986) oder Radiosendungen. Als Beispiele seien hier die Nummer 11 von &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;[[&lt;/ins&gt;Austriaca&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]]&#039;&#039; &lt;/ins&gt;zu Ehren von [[Elias Canetti]], die große Tagung „Elias Canetti (1905– 1994)“ in der Bibliothèque nationale de France (&#039;&#039;[[Austriaca]]&#039;&#039; Nr. 61, 2005), die Nummer 49 (1999) von &#039;&#039;[[Austriaca]]&#039;&#039; zur Aktualität von [[Karl Kraus]] oder auch die Nummer 35/36 („Les guerres de Karl Kraus“, 2006) der Zeitschrift &#039;&#039;Agone&#039;&#039; genannt, die das Ergebnis einer Tagung ist, die am Collège de France mit [[Jacques Bouveresse]] veranstaltet wurde.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Die Vielfalt der daraus entstandenen Arbeiten zeugt sowohl von den Persönlichkeiten und Vorlieben der einzelnen Doktorand*innen, als auch von dem Vertrauen, das G. Stieg den Studenten entgegenbrachte, die sich an ihn wandten. Hinter dieser Vielfalt lassen sich große Konstanten erkennen, wie die Fülle an komparatistischen oder genetischen Arbeiten, aber auch an Rezeptionsstudien. Darüber hinaus spiegelt der hohe Stellenwert, der den wichtigen AutorInnen ([[Robert Musil|Musil]], [[Elias Canetti|Canetti]], [[Ingeborg Bachmann|Bachmann]], [[Paul Celan|Celan]], [[Thomas Bernhard|Bernhard]], [[Rainer Maria Rilke|Rilke]]) eingeräumt wird, eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit der Bedeutung der deutschsprachigen – und insbesondere der österreichischen – Literatur innerhalb der europäischen Tradition&amp;lt;ref&amp;gt;Stieg / Valentin 1997&amp;lt;/ref&amp;gt;. Um nur einen Eindruck vom Spektrum und von der Ausrichtung der Forschungsthemen der Doktorand*innen von G. Stieg zu vermitteln, genügen einige Beispiele: die „Aufzeichnungen“ von [[Elias Canetti]] / Canetti als Leser von Cervantes, Gogol und Stendhal / Religion in Canettis Denken; die &#039;&#039;Duineser Elegien&#039;&#039; / bildende Kunst und poetische Reflexion bei Rilke / [[Franz Kafka|Kafka]], Rilke und Pessoa; [[Manès Sperber]]; [[Ingeborg Bachmann]] und Marguerite Duras; Robert Musil und die anthropologische Frage / der Status von Grenzüberschreitungen in Musils Werk; [[Ilse Aichinger]]; die Poetik von Franz Werfel; die Rezeption von [[Thomas Bernhard]] in der französischen Presse / Bernhard und Tschechow; [[Paul Celan]] und Anselm Kiefer / die Celan-Rezeption in Frankreich; die Rezeption der Psychoanalyse in den deutschsprachigen Literaturkreisen von 1900 bis 1930; die französische Rezeption von [[Peter Handke]]; die Rezeption des Werkes von [[Johann Nestroy]] durch [[Karl Kraus]]; die französischen Übersetzungen des Theaters von [[Elfriede Jelinek]]; die Sexualitätsdiskurse in Wien und Berlin (1900–1914). In dieser Liste, die die Forschungsschwerpunkte von G. Stieg widerspiegelt, dominieren eindeutig österreichische Autoren, allen voran Karl Kraus, Elias Canetti, Robert Musil und Rainer Maria Rilke, dessen poetische Werke G. Stieg in der „Bibliothèque de la Pléiade&amp;lt;ref&amp;gt;Rilke 1997&amp;lt;/ref&amp;gt;“ herausgegeben hat. Zu diesen Autoren müssen das Wiener Vorstadttheater (Raimund und vor allem Nestroy) und landeskundliche Studien&amp;lt;ref&amp;gt;Lacheny 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; hinzugefügt werden. Schließlich ist noch die Musik zu nennen, die G. Stiegs Lehre und Leben durchzieht: In Mozart „verwirklichte sich für mich eine einzigartige Verschmelzung der Volkskultur des Landes mit einer universellen Vision der Menschheit&amp;lt;ref&amp;gt;Stieg 2013: 30&amp;lt;/ref&amp;gt;“&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;. &lt;/del&gt;G. Stieg veröffentlichte außerdem in &#039;&#039;Le Monde de la musique&#039;&#039; vom 11. Oktober 1990 einen Text über das Streichquartett unter dem an Canetti gemahnenden Titel „Le cœur secret de l’Europe“ (&#039;&#039;Das Geheimherz Europas&#039;&#039;). Dieser Aufsatz, der das Ergebnis langer Reflexionen war, die auf seiner Zusammenarbeit mit Georges Zeisel&amp;lt;ref&amp;gt;https://catalogue.bnf.fr/ark:/12148/cb119296332&amp;lt;/ref&amp;gt;, dem Gründer des Verbandes ProQuartet, beruhten, wurde im Jahr 2000 in dem Band &#039;&#039;Europes: de l’Antiquité au XX&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; siècle : anthologie critique et commentée&#039;&#039;, herausgegeben von Yves Hersant und Fabienne Durand-Bogaert (Paris: R. Laffont, „Bouquins“, 2000), neu veröffentlicht. &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;                   &lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Eine Priorität G. Stiegs war es immer, die Initiativen junger ForscherInnen zu fördern&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.: 243&amp;lt;/ref&amp;gt;. Wenn man die Liste der von G. Stieg betreuten Dissertationen liest&amp;lt;ref&amp;gt;Lacheny 2009: 283–288&amp;lt;/ref&amp;gt;, fällt einem der singuläre und zugleich mutige Charakter der behandelten Themen auf: Thematische Studien und Monographien sind zwar vertreten, doch werden sie oft unter ganz bestimmten Schwerpunkten (Politik, Poetik, Poetologie) angegangen und existieren neben Projekten, die Kulturräume, Autoren und Ansätze kombinieren. Die Vielfalt der daraus entstandenen Arbeiten zeugt sowohl von den Persönlichkeiten und Vorlieben der einzelnen Doktorand*innen, als auch von dem Vertrauen, das G. Stieg den Studenten entgegenbrachte, die sich an ihn wandten. Hinter dieser Vielfalt lassen sich große Konstanten erkennen, wie die Fülle an komparatistischen oder genetischen Arbeiten, aber auch an Rezeptionsstudien. Darüber hinaus spiegelt der hohe Stellenwert, der den wichtigen AutorInnen ([[Robert Musil|Musil]], [[Elias Canetti|Canetti]], [[Ingeborg Bachmann|Bachmann]], [[Paul Celan|Celan]], [[Thomas Bernhard|Bernhard]], [[Rainer Maria Rilke|Rilke]]) eingeräumt wird, eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit der Bedeutung der deutschsprachigen – und insbesondere der österreichischen – Literatur innerhalb der europäischen Tradition&amp;lt;ref&amp;gt;Stieg / Valentin 1997&amp;lt;/ref&amp;gt;. Um nur einen Eindruck vom Spektrum und von der Ausrichtung der Forschungsthemen der Doktorand*innen von G. Stieg zu vermitteln, genügen einige Beispiele: die „Aufzeichnungen“ von [[Elias Canetti]] / Canetti als Leser von Cervantes, Gogol und Stendhal / Religion in Canettis Denken; die &#039;&#039;Duineser Elegien&#039;&#039; / bildende Kunst und poetische Reflexion bei Rilke / [[Franz Kafka|Kafka]], Rilke und Pessoa; [[Manès Sperber]]; [[Ingeborg Bachmann]] und Marguerite Duras; &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[&lt;/ins&gt;Robert Musil&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]] &lt;/ins&gt;und die anthropologische Frage / der Status von Grenzüberschreitungen in Musils Werk; [[Ilse Aichinger]]; die Poetik von Franz Werfel; die Rezeption von [[Thomas Bernhard]] in der französischen Presse / Bernhard und Tschechow; [[Paul Celan]] und Anselm Kiefer / die Celan-Rezeption in Frankreich; die Rezeption der Psychoanalyse in den deutschsprachigen Literaturkreisen von 1900 bis 1930; die französische Rezeption von [[Peter Handke]]; die Rezeption des Werkes von [[Johann Nestroy]] durch [[Karl Kraus]]; die französischen Übersetzungen des Theaters von [[Elfriede Jelinek]]; die Sexualitätsdiskurse in Wien und Berlin (1900–1914). In dieser Liste, die die Forschungsschwerpunkte von G. Stieg widerspiegelt, dominieren eindeutig österreichische Autoren, allen voran &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[&lt;/ins&gt;Karl Kraus&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]]&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[&lt;/ins&gt;Elias Canetti&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]]&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[&lt;/ins&gt;Robert Musil&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]] &lt;/ins&gt;und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[&lt;/ins&gt;Rainer Maria Rilke&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]]&lt;/ins&gt;, dessen poetische Werke G. Stieg in der „Bibliothèque de la Pléiade&amp;lt;ref&amp;gt;Rilke 1997&amp;lt;/ref&amp;gt;“ herausgegeben hat. Zu diesen Autoren müssen das Wiener Vorstadttheater (&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[Ferdinand Raimund|&lt;/ins&gt;Raimund&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]] &lt;/ins&gt;und vor allem &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[Johann Nestroy|&lt;/ins&gt;Nestroy&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]]&lt;/ins&gt;) und landeskundliche Studien&amp;lt;ref&amp;gt;Lacheny 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; hinzugefügt werden. Schließlich ist noch die Musik zu nennen, die G. 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		<title>Solene: /* Biografische Angaben */</title>
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An der letztgenannten Universität unterrichtete er vier Jahre lang als Assistent, bevor er nach Frankreich zog, wo er als Lektor, Assistent, Oberassistent, Dozent und schließlich von 1988 bis 2009 als Professor für deutsche und österreichische Literatur und Landeskunde am Institut d’allemand d’Asnières (Universität Paris 3) tätig war. &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Nachdem &lt;/del&gt;er 1976 die &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Agrégation &lt;/del&gt;d’allemand erhalten und seine von Pierre Bertaux betreute Dissertation den Wechselwirkungen zwischen dem Brenner und der Fackel &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;(&lt;/del&gt;Stieg 1976&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;) &lt;/del&gt;gewidmet hatte, habilierte er sich neun Jahre später an der Universität Nancy (Betreuer: Jean-Marie Valentin) mit einer innovativen Studie über &#039;&#039;Früchte des Feuers: Canetti, Doderer, Kraus und der Justizpalastbrand&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Stieg 1989, 1990&amp;lt;/ref&amp;gt;, die an der Schnittstelle zwischen Literatur und Landeskunde stand. Gegen Ende seiner akademischen Laufbahn leitete G. Stieg als Nachfolger von Hansgerd Schulte&amp;lt;ref&amp;gt;https://shs.cairn.info/revue-allemagne-d-aujourd-hui-2020-1-page-153?lang=fr&amp;lt;/ref&amp;gt; das &#039;&#039;Institut d’allemand d’Asnières&#039;&#039; (2001–2005) und die Équipe d’accueil 182 („Centre de recherches sur les sociétés et cultures des pays de langue allemande aux XIX&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt;, XX&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; et XXI&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; siècles“), sowie die École Doctorale 385 („Espace européen contemporain“).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Nach der Matura, die er 1959 am Stiftsgymnasium der Benediktiner in Admont, etwa eineinhalb Stunden von seinem kleinen Dorf Irdning in der Steiermark entfernt, ablegte, studierte G. Stieg Theologie, Philosophie, Altphilologie und Germanistik an den Universitäten Graz und Innsbruck. An der letztgenannten Universität unterrichtete er vier Jahre lang als Assistent, bevor er nach Frankreich zog, wo er als Lektor, Assistent, Oberassistent, Dozent und schließlich von 1988 bis 2009 als Professor für deutsche und österreichische Literatur und Landeskunde am Institut d’allemand d’Asnières (Universität Paris 3) tätig war. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;NNachdem &lt;/ins&gt;er 1976 die &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;agrégation &lt;/ins&gt;d’allemand erhalten und seine von Pierre Bertaux betreute Dissertation den Wechselwirkungen zwischen dem &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Brenner&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;und der &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Fackel&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;/ins&gt;Stieg 1976&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;/ins&gt;gewidmet hatte, habilierte er sich neun Jahre später an der Universität Nancy (Betreuer: Jean-Marie Valentin) mit einer innovativen Studie über &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt; &lt;/ins&gt;&#039;&#039;Früchte des Feuers: Canetti, Doderer, Kraus und der Justizpalastbrand&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Stieg 1989, 1990&amp;lt;/ref&amp;gt;, die an der Schnittstelle zwischen Literatur und Landeskunde stand. 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