Michel Houellebecq

Michel Houellebecq (Saint-Pierre, Réunion, 26. Februar 1956) – Romancier, Lyriker, Essayist, Schauspieler, Chansonier, u.a. ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt 2010 und dem österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur 2019 – gilt vielen nicht nur als auflagenstärkster, sondern auch wichtigster französischer Gegenwartsschriftsteller. Seine österreichische Rezeptionsgeschichte, es sind über 300 mittlere bis größere Artikel sowie einige Theateradaptionen erschienen, zeigt, dass Houellebecq durch seine Literatur und Autorpoetik indirekt, aber wirkungsvoll zum Gedankenaustausch zwischen Österreich und Frankreich beigetragen hat.
Einleitung
Der französische Schriftsteller hat sich weder als Vermittler französischer Literatur in Österreich oder anderswo noch als Vermittler generell hervorgetan. Dennoch wurde ihm 2019 der Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur verliehen. Dabei gingen die Begründungen der Jury und des damaligen Bundeskanzlers in Teilen auseinander. Indes die Jury um die Literaturkritikerin und -wissenschaftlerin Daniela Strigl und den Literaturwissenschaftler Norbert Christian Wolf in Houellebecq „eine der einflussreichsten Stimmen der europäischen Gegenwartsliteratur“ erkannte, deren „Texte […] ein besonderes Sensorium für Fragen von gesellschaftlicher Sprengkraft“[1] verrieten, hob Alexander Schallenberg in der offiziellen Verlautbarung Houellebecqs „Beitrag zur kulturellen Verständigung und zum kulturellen Austausch in Europa“[2] hervor. Das Mittel der Verständigung allerdings, und hier rückte der ÖVP-Politiker in Richtung des Fachpublikums, sei Houellebecqs Beobachtungsgabe als „Forensiker der Gesellschaft“[3]. Der mit diesen Worten, dem Staatspreis und 25.000 Euro Geehrte bekundete in seiner Dankesrede jedoch sein Erstaunen darüber, dass man Schriftsteller überhaupt prämiere, „ganz so als seien sie Wohltäter der Menschheit, obwohl sie es gar nicht sind und vorgeben zu sein. Dennoch gibt man ihnen Preise, ganz so als hätten sie was Verdienstvolles geleistet. Das ist merkwürdig.“[4]
Die Diskrepanz zwischen der öffentlichen Bewertung und der Selbstpositionierung des Autors ist groß. Dabei handelt es sich um einen von vielen Widersprüchen in der österreichischen Rezeptionsgeschichte Houellebecqs, die im Folgenden anhand der Bestände des Innsbrucker Zeitungsarchivs (IZA) in groben Zügen rekonstruiert wird. Dort finden sich für die Zeit von 2000 bis 2022 über dreihundert Artikel österreichischer Zeitungen und Zeitschriften mit einer Länge von mehr als hundert Worten. (Die letzten Jahre sind noch nicht digitalisiert bzw. verschlagwortet worden.) Die Zahl bestätigt, dass es sich um einen bedeutsamen Autor handelt, dessen Werke von nahezu allen nationalen und regionalen Blättern beachtet werden. Houellebecq findet sich zwar wesentlich weniger erwähnt als Peter Handke oder Elfriede Jelinek, jedoch mehr als Christoph Ransmayr oder der Deutsche Christian Kracht, mit dem Houellebecq Einiges teilt. Denn wie bei Kracht tut sich die Presse bei Houellebecq schwer damit, Text und Autor zu trennen; die provozierenden Gedanken von Figuren und Erzählern werden auf ihren Schöpfer bezogen. Beiden wird eine Nähe zu neurechten Positionen sowie, im Falle Houellebecqs, Rassismus und Sexismus attestiert. Beide Autoren nutzen die Öffentlichkeit gleichwohl nicht, um im Sinne engagierter Literatur politisch zu kommentieren oder sich zumindest zu erklären. Vielmehr stiften ihre Auftritte Irritationen. Dahinter vermuten nicht wenige strategische Absichten, als bestünde das „wahre Kunstwerk, darin einer Performance verwandt, […] in der öffentlichen Rezeption.“[5]
Zentrale Rezeptionstendenzen und -strömungen
Verstörende öffentliche Performances und die vermutete Nähe zwischen dem Autor und seinen moralisch diskreditierten Figuren sind einerseits Streitpunkte der Rezeption. Andererseits gelten sie auch als Belege einer (aufmerksamkeits-)ökonomisch erfolgreichen Autorpoetik, durch die sich Vieles über den Literaturbetrieb und die mediale Erregungskultur der Spätmoderne lernen lässt. Generell wird Houelllebecq als Schaffer literarischer Fiktion wahrgenommen, die über sprachliche und kulturelle Grenzen wirkt, indem sie problematische Dynamiken wiedergibt und grotesk verstärkt. Er gilt, negativ betrachtet, als „Zündler“[6]; neutralere Stimmen sehen in ihm einen „notorische[n] Provokateur“[7]; positiv gestimmte Beobachter würdigen ihn als „Aufrüttler“[8]. Häufig wird Houellebecq als internationaler Maßstab herangezogen. In einer Rezension von Unterwerfung etwa wird ihm das zugebilligt, „was der Österreicher Thomas Glavinic so gerne schaffen würde, mittels Literatur ein ganzes Land zu spalten. Houellebecq ist ihm an Strahlkraft und ästhetischer Energie heillos überlegen.“[9] Die Bezugnahme ist insofern interessant und beispielhaft, als darin anhand des – auch hier mit seiner Literatur gleichgesetzten – Autors hiesige Verhältnisse reflektiert und gradiert werden. Dies geschah hinsichtlich der vermeintlichen Islamisierung europäischer Gesellschaften im Rückgriff auf die Situation in Frankreich vor allem in der Diskussion des Romans Unterwerfung (Soumission, 2015). Vermittlung findet auch in die andere Richtung und zwar insofern statt, als das österreichische Feuilleton – in Übereinstimmung mit Houellebecq – Thomas Bernhard als dessen verwandten Geist und Vorbild erkennt.[10]
In der printmedialen Aufnahme Houellebecqs sind drei Lager zu unterscheiden. Zunächst wäre die zahlenmäßig größte Gruppe der ihm ästhetisch wohlgesonnenen Stimmen zu erwähnen, die häufig in Falter bzw. Furche und damit linksliberaleren bzw. liberal-katholischen Blättern publiziert. Man erkennt, dass der Provokateur ein „rares Talent dafür [besitze], Stoffe von gesellschaftlicher Brisanz aufzugreifen.“[11]; dass er Material liefere: „fürs Denken gegen Vereinfachungen – und für Diskussionen, die dringend geführt werden müssen.“[12] Zu den zugewandten Kommentator:innen gehören mit Brigitte Schwends-Harrant und der zitierten Strigl renommierte Kritikerinnen. Man begreift die Romane des Franzosen als zwar zynische und düstere, gleichwohl zutreffende und durchaus witzige zivilisationskritische Satiren, die zur Schärfung der Kultur- und Gegenwartsdiagnostik und zur Infragestellung des okzidentalen Selbstbildes einladen. Houellebecq wird nicht mit seinen Figuren gleichgesetzt. Der mediale Rummel, den er auslöst, ist kein zentraler Gegenstand der Betrachtung. Houellebecq bestätigt die Annahme, Literatur dürfe sich über alle Konventionen und Tabus hinwegsetzen, sie habe die Aufgabe, Dinge zu forcieren und zu intensivieren, um sie sichtbar zu machen.
Eine zweite Rezeptionstendenz zieht keine konkreten oder weiten politischen Schlüsse, schreckt vor der Identifikation von Autor und Werk nicht zurück und präferiert ästhetisches Terrain, ohne darin weit vorzudringen. Sofern die Kritik negativ ausfällt, bestätigt man die thematische Spürnase des Autors, moniert aber dessen flapsigen Ton und das Thesenhafte der Romane. Man bemängelt Werke, die „kompositorisch simpel“[13] wirkten. Am anderen Ende der Skala ist man bereit, in Houellebecq einen „sonderbare[n] Menschenfreund [zu erkennen], der Nähe und Mitgefühl über alles stellt“[14]. Seine düstere Prognostik habe romantische und nostalgische Beweggründe, sie weise auf reale Missstände hin.[15] Die Gleichsetzung von Werk und Autor wird poetologisch begründet. Houellebecq erscheint als Trendsetter für Autoren wie Karl Ove Knausgård. Als Beispiele für die These dienen der Roman Karte und Gebiet (La carte et le territoire), in dem ein Autor namens Michel Houellebecq auftritt und gegen Ende zerstückelt wird, oder auch der Film Die Entführung des Michel Houellebecq (L’enlèvement de Michel Houellebecq, 2014), in dem der Autor einen Autor gleichen Namens spielt, der von drei tumben Muskelpaketen entführt wird.
Last but not least gibt es eine kleinere kritische Strömung, etwa vertreten durch Sigrid Löffler, die den Autor in der von ihm gefertigten „Überbietungsspirale“ gefangen sieht: „Die Provokationsdosis seiner zivilisationskritischen Thesenromane muss also von Buch zu Buch erhöht werden. Als Popstar eines pornografischen Pessismus hat Houellebecq die Welt als globalen Supermarkt und Amüsierbetrieb beschrieben.“[16] Von dieser Gruppe werden die Houellebecqschen Romane als kalkuliert provokant, als bloße Masche verstanden: Ein Roman „löst den üblichen Skandal aus“[17], der andere sei „banal und reaktionär“ und bringe die „erwartete [...] Anstößigkeit“[18]. Mit Gauß und Löffler handelt es sich jedenfalls um eine im Vergleich zu Strigl und Schwends-Harrant ältere Generation von Kritiker:innen, die wenig mit Houellebecq anfangen kann. Erstaunlich ist hinsichtlich der Rezeptionsströmungen jedenfalls, dass sich die Meinungen kaum ändern: Es gibt Houellebecquianer und erbitterte Feinde Houellebecqs – und allein diese Polarisierung macht die Houellebecq-Rezeption zu einem Schlüssel zum Feld der österreichischen Literaturkritik.
Lyrik und Essays
Houellebecq ist ferner als Essayist und Lyriker hervorgetreten, seine Gedichte und Essays (etwa zu Arthur Schopenhauer) wurden in seinem deutschen Hausverlag DuMont ebenso gedruckt wie sein Schlagabtausch mit Bernard-Henry Lévy (Volksfeind. Ein Schlagabtausch, 2009). Die Texte im Gedichtband Gestalt des letzten Ufers (Configuration du dernier rivage, 2014) wurden als Ansichten des Autors gewertet und er als gewordener Adam gesehen, der mit „trauriger Lakonie seine Lebenswunden leckt.“[19] Man erkennt in Houellebecq „ein[en] bemerkenswerte[n] Lyriker“[20]. Die Rezeption des Lyrikers Houellebecq erfolgte im Anschluss an die Diskussion seiner Romane.
Die Aufnahme der Essays ist vielschichtiger: Houellebecqs Interventionen wurden einerseits als „geschickte rhetorische Manöver enttarn[t]. Er bedient den Zeitgeist unter dem Vorwand, gegen den Zeitgeist anzuschreiben.“[21] Andererseits sei, „was Houellebecq bei Gelegenheit hervorbringt, mehr wert als das, was so mancher Autor sich mühsam aus den Fingern saugt.“[22] Und dies beziehe sich auch auf seine konservativen Ansichten und sein süffisantes Erstaunen darüber, dass Feministinnen sich wundern, wenn die schöne neue Arbeitswelt den Frauen keine Befreiung, sondern ein größeres Gefängnis sei.
Adaptierungen
Es gibt neben der printmedialen Rezeption der literarischen Werke überdies eine Verarbeitung diverser Romane Houellebecqs auf österreichischen Bühnen. Im Theater am Werk am Petersplatz (vormals u. a. Garage X Theater) inszenierte man sowohl eine Bühnenversion von Karte und Gebiet (2011) als auch von Unterwerfung (2015). Die Dramaturg:innen waren jeweils Ali M. Abdullah und Hanna Lioba Egenolf. Karte und Gebiet hatte am 21. November 2012 Premiere in Wien und Vorpremiere vom 15. bis 17. November 2012 im Rahmen des Salzburger Open Mind Festivals im Kulturzentrum ARGEKultur. Die Hauptrollen der Wiener Fassung spielten Denis Petković und Zeynep Buyraç. Indes die Wiener Zeitung lobte, dass Houellebecqs Stil „nicht kopiert, sondern bühnentauglich gemacht“[23] werde, urteilen Der Standard angesichts der Salzburger und Die Presse nach Besuch der Wiener Inszenierung negativ: Man habe Houellebecqs Roman in eine „Boulevardkomödie“[24] bzw. zu einem „seichten Klamauktheater“[25] gemacht. Weit negativer fällt die Kritik von Abdullahs zweiter Houellebecq-Adaption aus: Die Presse lobt einsam, dass die Inszenierung von Unterwerfung die Ambivalenz der Vorlage auf die Bühne zu bringen vermöge, dagegen urteilen Der Falter, Die Furche und Kurier negativ. Man moniert, dass die Inszenierung die Satire von Unterwerfung wegfallen lasse[26] und es sich um einen „[v]erzweifelte[n] Versuch einer Umsetzung“[27] handle.
Quellen und externe Links
- ↑ Bundeskanzleramt 2019
- ↑ ebd.
- ↑ ebd.
- ↑ Houellebecq zit. nach Wiener Zeitung, 27. Juli 2019, S. 27
- ↑ Jessen, Die Zeit, 7. Februar 2002, S. 7
- ↑ Der Falter, 14. Januar 2015, S. 31
- ↑ profil, 26. Mai 2014, S. 87
- ↑ (Thuswaldner, Salzburger Nachrichten, 11. Januar 2022, S. 9)
- ↑ Thuswaldner, Die Furche, 17. Januar 2009, S. 19
- ↑ Als nur zwei von insgesamt 12 Beispielen: „Als wären Schriftsteller Wohltäter der Menschheit“, Die Presse, 27. Juli 2019, S. 20; „Frankreichs Thomas Bernhard“, Die Presse, 17. August 2010, S. 27
- ↑ Der Falter, 14. Januar 2015, S. 30f.
- ↑ Die Furche, 15. Januar 2015, Feuilleton, S. 17
- ↑ Tiroler Tageszeitung, 24. September 2005, S. 19
- ↑ Simon, Die Presse, 5. Dezember 2020
- ↑ Krassnitzer, Die Furche, 14. Februar 2002, S. 18
- ↑ Salzburger Nachrichten, 5. Januar 2019, S. 7
- ↑ Der Standard, 29. August 2001, S. 25
- ↑ Gauß, Die Presse, 03. September 2009, S. V
- ↑ Fasthuber, Salzburger Nachrichten, 19. April 2014, S. XIV
- ↑ Görner, Die Presse, 10. Mai. 2014, S. V
- ↑ Tiroler Tageszeitung, 10. Dezember 2020, S. 14
- ↑ Simon, Die Presse, 5. Dezember 2020
- ↑ Krösche, Wiener Zeitung, 21. November 2012
- ↑ Der Standard, 17. November 2012
- ↑ Die Presse, 24. November 2012
- ↑ Schausberger, Der Falter, 26. Februar 2016
- ↑ Trenkler, Kurier, 20. Februar 2016
Bibiliografie
Literatur
- Bundeskanzleramt: Kulturminister Schallenberg verleiht Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur.
https://www.bundeskanzleramt.gv.at/bundeskanzleramt/nachrichten-der-bundesregierung/2019/kulturminister-schallenberg-verleiht-oesterreichischen-staatspreis-fuer-europaeische-literatur.html, zuletzt abgerufen am 20. April 2026.
Zitierte Zeitungsberichte
- „Als wären Schriftsteller Wohltäter der Menschheit“, Die Presse, 27 Juli 2019.
- Der Falter, 14. Januar 2015.
- Die Furche, 15. Januar 2015.
- Fasthuber, Sebastian: „Das seufzte Adam…“, Salzburger Nachrichten, 19. April 2014.
- „Frankreichs Thomas Bernhard“, Die Presse, 17. August 2010, S. 27.
- Gauß, Karl-Markus, Die Presse, 3. September 2009.
- Görner, Rüdiger: „Ein halber Würfelwurf“, Die Presse, 10. Mai. 2014.
- Jessen, Jens: „Der große Jammer“, Die Zeit, 7. Februar 2002.
- Krassnitzer, Michael: „Der letzte Romantiker“, Die Furche, 14. Februar 2002.
- Krösche, Kai: „Sterben und (sich selbst) Sterben lassen“, Wiener Zeitung, 21. November 2012.
- profil, 26. Mai 2014.
- Salzburger Nachrichten, 5. Januar 2019.
- Schausberger, Sarah: „‚Unterwerfung‘: Wo ist die Satire geblieben?“, Der Falter, 26. Februar 2016.
- Simon, Anne-Catherine: „Schatten eines Abscheus“, Die Presse, 5. Dezember 2020.
- „So lässt sich Houellebecq nicht inszenieren“, Die Presse, 24. November 2012.
- Thuswaldner, Anton: „Der ideale Schriftsteller des postideologischen Zeitalters“, Die Furche 3, 17. Januar 2009.
- Thuswaldner, Anton: „Frankreichs Aufrüttler blickt ins Jahr 2027“, Salzburger Nachrichten, 11. Januar 2022.
- Tiroler Tageszeitung, 24. September 2005.
- Trenkler, Thomas: „Verzweifelter Versuch einer Umsetzung“, Kurier, 20. Februar 2016.
- „Was man nicht kann, mag man nicht“, Der Standard, 17. November 2012.
- Wiener Zeitung, 27. Juli 2019.
- „Zeitgeistig gegen den Zeitgeist“, Tiroler Tageszeitung, 10. Dezember 2020.
Angesprochene Werke Houellebecqs
Romane
- Ausweitung der Kampfzone, übersetzt von Leopold Federmair. Berlin: Wagenbach 1999 (französisch: Extension du domaine de la lutte. Paris: Flammarion 1994).
- Elementarteilchen, übersetzt von Uli Wittmann. Köln: DuMont 1999 (französisch: Les particules élémentaires. Paris: Flammarion 1998).
- Plattform, übersetzt von Uli Wittmann. Köln: DuMont 2002 (französisch: Plateforme. Paris: Flammarion 2001).
- Die Möglichkeit einer Insel, übersetzt von Uli Wittmann. Köln: DuMont 2005 (französisch: La possibilité d’une île. Paris: Fayard 2005).
- Karte und Gebiet, übersetzt von Uli Wittmann. Köln: DuMont 2011 (französisch: La carte et le territoire. Paris: Flammarion 2010).
- Unterwerfung, übersetzt von Norma Cassau und Bernd Wilczek. Köln: DuMont 2015 (französisch: Soumission. Paris: Flammarion 2015).
- Serotonin, übersetzt von Stephan Kleiner. Köln: DuMont 2019 (französisch: Sérotonine. Paris: Flammarion 2019).
- Vernichten, übersetzt von Stephan Kleiner und Bernd Wilczek. Köln: DuMont 2022 (französisch: Anéantir. Paris: Flammarion 2022).
Gedichte
- Suche nach Glück. Gedichte, übersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel. Köln: DuMont 2000 (französisch: La poursuite du bonheur. Paris: Flammarion 1991).
- Der Sinn des Kampfes. Gedichte, übersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel. Köln: DuMont 2001 (französisch: Le sens du combat. Paris: Flammarion 1996).
- Wiedergeburt. Gedichte, übersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel. Köln: DuMont 2001 (französisch: Renaissance. Paris: Flammarion 1999).
- Gestalt des letzten Ufers. Gedichte, übersetzt von Stephan Kleiner und Hinrich Schmidt-Henkel. Köln: DuMont 2014 (französisch: Configuration du dernier rivage. Paris: Flammarion 2013)
Essays
- Gegen die Welt, gegen das Leben, übersetzt von Ronald Voullié. Köln: DuMont 2002 (französisch: H. P. Lovecraft. Contre le monde, contre la vie. Monaco: Rocher 1991).
- Lebendig bleiben. Leitfaden, übersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel und Hella Faust. Köln: DuMont 2006 (französisch: Rester vivant. 1997).
- Die Welt als Supermarkt. Köln: DuMont 1999 (französisch: Interventions, recueil d’essais. Paris: Flammarion 1998).
- In Schopenhauers Gegenwart, übersetzt von Stephan Kleiner. Köln: DuMont 2017 (französisch: En présence de Schopenhauer. Paris: Éditions L’Herne 2017).
- Ein bisschen schlechter. Neue Interventionen, übersetzt von Stephan Kleiner. Köln: DuMont 2020 (französisch: Interventions 2020).
Theater
- Karte und Gebiet, für die Bühne bearbeitet von Ali M. Abdullah und Hannah Lioba Egenolf, Vorpremiere: 15.-17.11.2012 im Rahmen des Festivals ARGEkultur, Salzburg, danach Premiere am 21.11.2012 in der Garage X, Wien. Das Stück lief eine Spielzeit.
- Unterwerfung, für die Bühne bearbeitet von Ali M. Abdullah und Hannah Lioba Egenolf, Premiere am 18. Februar 2016. Das Stück lief zwei Spielzeiten und wurde zur Abschluss der Intendanz von Abdullah im Rahmen der Retrospektive gezeigt.
Film
- Die Entführung des Michel Houellebecq. Komödie, Frankreich 2013. Regie: Guillaume Nicloux.
Autor
Peter C. Pohl
Onlinestellung: 20/05/2026
