Berta Zuckerkandl-Szeps: Unterschied zwischen den Versionen
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Berta Szeps wurde am 13. April 1864 in Wien geboren und wuchs im kosmopolitischen, modern gesinnten Milieu der wohlhabenden jüdischen Bourgeoisie auf. Die Hauslehrer wurden vom Vater Moritz Szeps<ref>https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Moritz_Szeps</ref> (1835–1902) angestellt, der als Chefredakteur die liberale Zeitung ''Neues Wiener Tagblatt''<ref>https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Neues_Wiener_Tagblatt</ref> leitete und besonderen Wert darauf legte, seinen fünf Kindern allumfassende Kenntnisse zuteil werden zu lassen, sowohl in Literatur und Fremdsprachen, als auch in Physik und Chemie. Theater, Musik und schöne Künste nahmen auch einen wichtigen Platz im Leben der Familie ein. | Berta Szeps wurde am 13. April 1864 in Wien geboren und wuchs im kosmopolitischen, modern gesinnten Milieu der wohlhabenden jüdischen Bourgeoisie auf. Die Hauslehrer wurden vom Vater Moritz Szeps<ref>https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Moritz_Szeps</ref> (1835–1902) angestellt, der als Chefredakteur die liberale Zeitung ''Neues Wiener Tagblatt''<ref>https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Neues_Wiener_Tagblatt</ref> leitete und besonderen Wert darauf legte, seinen fünf Kindern allumfassende Kenntnisse zuteil werden zu lassen, sowohl in Literatur und Fremdsprachen, als auch in Physik und Chemie. Theater, Musik und schöne Künste nahmen auch einen wichtigen Platz im Leben der Familie ein. | ||
Mit achtzehn Jahren wird Berta Szeps Privatsekretärin ihres Vaters, der damals öfters nach Frankreich reist, um sich mit bedeutenden Persönlichkeiten der französischen Politik zu treffen, wie etwa Léon Gambetta<ref>https://www.universalis.fr/encyclopedie/leon-gambetta/</ref> (1838–1882 | Mit achtzehn Jahren wird Berta Szeps Privatsekretärin ihres Vaters, der damals öfters nach Frankreich reist, um sich mit bedeutenden Persönlichkeiten der französischen Politik zu treffen, wie etwa Léon Gambetta<ref>https://www.universalis.fr/encyclopedie/leon-gambetta/</ref> (1838–1882)und Georges Clemenceau<ref>https://musee-clemenceau.fr/clemenceau/biographie/</ref> (1841–1929). Bemüht, ein politisches Bündnis zwischen Österreich und Frankreich zu fördern, treffen sich Moritz Szeps und Clemenceau schon ab 1883 regelmäßig in Paris oder Wien,<ref>Zuckerkandl-Szeps 1944, 23–25</ref> manchmal in Anwesenheit von Berta und ihrer älteren Schwester Sophie (1862–1937), die am 22. Dezember 1886 Paul Clemenceau (1857–1946) heiratet. Berta Szeps heiratet ihrerseits am 15. April 1886 den Anatomen und Universitätsprofessor Emil Zuckerkandl<ref>https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Emil_Zuckerkandl</ref> (1849–1910). Das einzige Kind, Fritz (1885–1983), wird am 30. Juli 1895 geboren. | ||
Zuckerkandl-Szeps wird von ihrem Mentor Georges Clemenceau in den Bereich der Kunst eingeweiht. Sie hat zwar Kunstgeschichte studiert, er ist es aber, der sie in den Pariser Galerien mit dem Impressionismus und dem Jugendstil vertraut macht: es ist Zuckerkandl-Szeps’ erster Kontakt mit der Moderne. Ab 1887 besucht sie mit Clemenceau das Atelier von [[Auguste Rodin]] (1840–1917) und macht am Anfang der 90er Jahre die Bekanntschaft von Gustave Geffroy<ref>https://www.inha.fr/dictionnaire-critique-des-historiens-de-lart-actifs-en-france-de-la-revolution-a-la-premiere-guerre-mondiale/geffroy-gustave-inha/</ref> (1855–1926) und Eugène Carrière<ref>https://www.alsace-histoire.org/netdba/carriere-eugene/</ref> (1849–1906). 1894 besucht sie auch mit Clemenceau die berühmte Pariser Salonnière Aline Ménard-Dorian<ref>https://maitron.fr/spip.php?article121594</ref> (1850–1929).<ref>Zuckerkandl-Szeps 1944, 53</ref> Aus diesen Erfahrungen erwächst bei Zuckerkandl-Szeps der Entschluss, Salonnière und Kunstkritikerin zu werden. | Zuckerkandl-Szeps wird von ihrem Mentor Georges Clemenceau in den Bereich der Kunst eingeweiht. Sie hat zwar Kunstgeschichte studiert, er ist es aber, der sie in den Pariser Galerien mit dem Impressionismus und dem Jugendstil vertraut macht: es ist Zuckerkandl-Szeps’ erster Kontakt mit der Moderne. Ab 1887 besucht sie mit Clemenceau das Atelier von [[Auguste Rodin]] (1840–1917) und macht am Anfang der 90er Jahre die Bekanntschaft von Gustave Geffroy<ref>https://www.inha.fr/dictionnaire-critique-des-historiens-de-lart-actifs-en-france-de-la-revolution-a-la-premiere-guerre-mondiale/geffroy-gustave-inha/</ref> (1855–1926) und Eugène Carrière<ref>https://www.alsace-histoire.org/netdba/carriere-eugene/</ref> (1849–1906). 1894 besucht sie auch mit Clemenceau die berühmte Pariser Salonnière Aline Ménard-Dorian<ref>https://maitron.fr/spip.php?article121594</ref> (1850–1929).<ref>Zuckerkandl-Szeps 1944, 53</ref> Aus diesen Erfahrungen erwächst bei Zuckerkandl-Szeps der Entschluss, Salonnière und Kunstkritikerin zu werden. | ||
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Zuckerkandl-Szeps beginnt 1893 ihre Laufbahn als Kunstkritikerin mit der Veröffentlichung eines Porträts von Geffroy im von ihrem Vater geleiteten ''Neuen Wiener Tagblatt''. Von diesem Zeitpunkt an veröffentlicht sie jede Woche Porträts von Künstlern oder Ausstellungsrezensionen. 1894 wird sie von [[Hermann Bahr]] (1863–1934) aufgefordert, Redaktionsmitglied des Wochenblatts ''Die Zeit'' zu werden, für das sie bis 1898 vor allem Beiträge über die französische Kunst verfasst. Ihre Aufenthalte in Paris bilden dann jeweils den Hauptinhalt ihrer Rezensionen. Von 1898 bis 1922 schreibt sie die Kunstchroniken für die ''Wiener Allgemeine Zeitung''. Parallel dazu arbeitet sie für österreichische und deutsche Kunstzeitschriften, z.B. ''Ver Sacrum'', ''Wiener Rundschau'', ''Die Kunst für alle'', ''Deutsche Kunst und Dekoration'' oder ''[[Kunst und Kunsthandwerk (Monatsschrift des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie, 1898–1921)|Kunst und Kunsthandwerk]]''. | Zuckerkandl-Szeps beginnt 1893 ihre Laufbahn als Kunstkritikerin mit der Veröffentlichung eines Porträts von Geffroy im von ihrem Vater geleiteten ''Neuen Wiener Tagblatt''. Von diesem Zeitpunkt an veröffentlicht sie jede Woche Porträts von Künstlern oder Ausstellungsrezensionen. 1894 wird sie von [[Hermann Bahr]] (1863–1934) aufgefordert, Redaktionsmitglied des Wochenblatts ''Die Zeit'' zu werden, für das sie bis 1898 vor allem Beiträge über die französische Kunst verfasst. Ihre Aufenthalte in Paris bilden dann jeweils den Hauptinhalt ihrer Rezensionen. Von 1898 bis 1922 schreibt sie die Kunstchroniken für die ''Wiener Allgemeine Zeitung''. Parallel dazu arbeitet sie für österreichische und deutsche Kunstzeitschriften, z.B. ''Ver Sacrum'', ''Wiener Rundschau'', ''Die Kunst für alle'', ''Deutsche Kunst und Dekoration'' oder ''[[Kunst und Kunsthandwerk (Monatsschrift des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie, 1898–1921)|Kunst und Kunsthandwerk]]''. | ||
Dank ihrer Pariser Beziehungen gelingt es ihr schon ab 1896, das Interesse der Vorreiter der modernen österreichischen Kunst zu erwecken, namentlich von [[Gustav Klimt]] (1862–1918), [[Josef Hoffmann]] (1870–1956) und [[Koloman Moser]] (1868–1918), die im folgenden Jahr die Wiener Secession gründen. Sie bitten sie, ihr Sprachrohr zu werden, und das bleibt sie, bis Klimt 1905 aus der Vereinigung austritt. Sie gehört mit Bahr und [[Ludwig Hevesi]] (1843–1910) zu den Verteidigern der Wiener Secession und des Jugendstils, deren Arbeiten sie mit den revolutionärsten französischen Werken vergleicht, um die Bewegung zu legitimieren. So verteidigte sie insbesondere Klimt, als er von der öffentlichen Meinung kritisiert wurde, indem sie meisterhaft seine Arbeit erklärte und ihn dabei mit Rodin verglich. Den Bildhauer lädt sie im Juni 1902 nach Wien ein, stellt ihn Klimt vor und führt ihn in ihren Salon ein.<ref>Zuckerkandl-Szeps 1939, | Dank ihrer Pariser Beziehungen gelingt es ihr schon ab 1896, das Interesse der Vorreiter der modernen österreichischen Kunst zu erwecken, namentlich von [[Gustav Klimt]] (1862–1918), [[Josef Hoffmann]] (1870–1956) und [[Koloman Moser]] (1868–1918), die im folgenden Jahr die Wiener Secession gründen. Sie bitten sie, ihr Sprachrohr zu werden, und das bleibt sie, bis Klimt 1905 aus der Vereinigung austritt. Sie gehört mit Bahr und [[Ludwig Hevesi]] (1843–1910) zu den Verteidigern der Wiener Secession und des Jugendstils, deren Arbeiten sie mit den revolutionärsten französischen Werken vergleicht, um die Bewegung zu legitimieren. So verteidigte sie insbesondere Klimt, als er von der öffentlichen Meinung kritisiert wurde, indem sie meisterhaft seine Arbeit erklärte und ihn dabei mit Rodin verglich. Den Bildhauer lädt sie im Juni 1902 nach Wien ein, stellt ihn Klimt vor und führt ihn in ihren Salon ein.<ref>Zuckerkandl-Szeps 1939, 150–151</ref> | ||
Der Salon von Berta Zuckerkandl-Szeps, ursprünglich den Kollegen ihres Gatten vorenthalten, gewinnt schon Mitte der 90er Jahre an Bedeutung und wird immer mehr von Musikern und Schriftstellern der Avantgarde, dann von Künstlern der Wiener Secession besucht. Er entwickelt sich zum bedeutendsten Salon in Österreich-Ungarn, fünf Jahrzehnte lang verkehrt hier die fortschrittliche Wiener Intelligenzia, etwa [[Gustav Mahler]] ( | Der Salon von Berta Zuckerkandl-Szeps, ursprünglich den Kollegen ihres Gatten vorenthalten, gewinnt schon Mitte der 90er Jahre an Bedeutung und wird immer mehr von Musikern und Schriftstellern der Avantgarde, dann von Künstlern der Wiener Secession besucht. Er entwickelt sich zum bedeutendsten Salon in Österreich-Ungarn, fünf Jahrzehnte lang verkehrt hier die fortschrittliche Wiener Intelligenzia, etwa [[Gustav Mahler]] (1860–1911), [[Max Burckhardt]] (1854–1912), [[Arthur Schnitzler]] (1862–1931), [[Hugo von Hofmannsthal]] (1874–1929), [[Stefan Zweig]] (1881–1942), [[Max Reinhardt]] (1873–1943), Ignaz Seipel<ref>https://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_S/Seipel_Ignaz_1876_1932.xml</ref> (1876–1932) [[Egon Friedell]] (1878–1938)), oder, unter den französischen Berühmtheiten, die sich zeitweilig in Wien aufhalten, [[Maurice Ravel]] (1875–1937), Paul Poiret<ref>https://poiret.com/fr-row/brand/paul-poiret</ref> (1879–1944), Paul Painlevé<ref>https://cths.fr/an/savant.php?id=110961</ref> (1863–1933), [[Paul Géraldy]] (1885–1983) und [[Henri-René Lenormand]] (1882v–1951). | ||
Ihre Doppeltätigkeit als Salonnière und Kunstkritikerin sichert Zuckerkandl-Szeps einen privilegierten Platz im Rahmen des künstlerischen, kulturellen und politischen Austausches, den sie zwischen Österreich-Ungarn und Frankreich initiiert und etwa vierzig Jahre lang weiterentwickelt hat. In den 90er Jahren hat sie sich zum Hauptziel gesetzt, die französische Kunst der Moderne nach Wien zu importieren, um die Entstehung einer modernen österreichischen Kunst zu ermöglichen und dann die Künstler der Secession bei ihrer Entwicklung zum Jugendstil zu begleiten. Damit verbindet sie auch das Ziel, das dieser Entwicklung widerstrebende Publikum von der Notwendigkeit eines solchen Prozesses zu überzeugen und schließlich die österreichische Regierung anzuregen, die Modernität zu unterstützen und aus Wien eine vorrangige Kunsthauptstadt zu machen. In den ersten zehn Jahren würdigt sie vor allem die aus dem Jugendstil, dem Impressionismus und dem Post-Impressionismus hervorgegangenen Künstler. Sie schreibt auch Rezensionen über Ausstellungen, z.B. die Salons der Akademie der schönen Künste, die Weltausstellung 1900 und die Herbstsalons. Ab 1905 erweitert sie immer mehr das Feld der behandelten Themen und widmet sich sowohl der französischen Romantik als auch den neuen Tendenzen des Fauvismus und des Kubismus. Parallel dazu stellt sie der Secession ihr Pariser Netzwerk zur Verfügung, damit französische Künstler sich an den von der Vereinigung organisierten internationalen Ausstellungen beteiligen, insbesondere Rodin, Carrière, [[Claude Monet]] (1840–1926), Albert Besnard (1849–1934), sowie Hermann Paul (1864–1940).<ref>Weirich, 2023</ref> Um 1911–1912 spielt sie eine vorrangige Rolle als Vermittlerin zwischen Paul Poiret und der [[Wiener Werkstätte]], bei der Poiret viele Stoffe kauft.<ref>Zuckerkandl 1970, | Ihre Doppeltätigkeit als Salonnière und Kunstkritikerin sichert Zuckerkandl-Szeps einen privilegierten Platz im Rahmen des künstlerischen, kulturellen und politischen Austausches, den sie zwischen Österreich-Ungarn und Frankreich initiiert und etwa vierzig Jahre lang weiterentwickelt hat. In den 90er Jahren hat sie sich zum Hauptziel gesetzt, die französische Kunst der Moderne nach Wien zu importieren, um die Entstehung einer modernen österreichischen Kunst zu ermöglichen und dann die Künstler der Secession bei ihrer Entwicklung zum Jugendstil zu begleiten. Damit verbindet sie auch das Ziel, das dieser Entwicklung widerstrebende Publikum von der Notwendigkeit eines solchen Prozesses zu überzeugen und schließlich die österreichische Regierung anzuregen, die Modernität zu unterstützen und aus Wien eine vorrangige Kunsthauptstadt zu machen. In den ersten zehn Jahren würdigt sie vor allem die aus dem Jugendstil, dem Impressionismus und dem Post-Impressionismus hervorgegangenen Künstler. Sie schreibt auch Rezensionen über Ausstellungen, z.B. die Salons der Akademie der schönen Künste, die Weltausstellung 1900 und die Herbstsalons. Ab 1905 erweitert sie immer mehr das Feld der behandelten Themen und widmet sich sowohl der französischen Romantik als auch den neuen Tendenzen des Fauvismus und des Kubismus. Parallel dazu stellt sie der Secession ihr Pariser Netzwerk zur Verfügung, damit französische Künstler sich an den von der Vereinigung organisierten internationalen Ausstellungen beteiligen, insbesondere Rodin, Carrière, [[Claude Monet]] (1840–1926), Albert Besnard (1849–1934), sowie Hermann Paul (1864–1940).<ref>Weirich, 2023</ref> Um 1911–1912 spielt sie eine vorrangige Rolle als Vermittlerin zwischen Paul Poiret und der [[Wiener Werkstätte]], bei der Poiret viele Stoffe kauft.<ref>Zuckerkandl 1970, 100–104</ref> In ihren verschiedenen Schriften versucht sie verstärkt zu zeigen, dass Frankreich in zahlreichen Bereichen besonders attraktiv ist und eine außerordentliche Antriebskraft für Österreich-Ungarn darstellen kann. | ||
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In die andere Richtung scheitern allerdings die Bemühungen von Géraldy und Lenormand, auf Zuckerkandls Hofmannsthal und [[Arthur Schnitzler|Schnitzler]] auf die Pariser, bzw. französischen Bühnen zu bringen. Schnitzler gibt jedoch zu, dass Zuckerkandl, die er 1923 als Literaturagentin mit seinen Interessen in Frankreich betraut hat, ihm tatsächlich geholfen hat, einen Verlag, nämlich Stock, für einige seiner Prosawerke zu finden. | In die andere Richtung scheitern allerdings die Bemühungen von Géraldy und Lenormand, auf Zuckerkandls Hofmannsthal und [[Arthur Schnitzler|Schnitzler]] auf die Pariser, bzw. französischen Bühnen zu bringen. Schnitzler gibt jedoch zu, dass Zuckerkandl, die er 1923 als Literaturagentin mit seinen Interessen in Frankreich betraut hat, ihm tatsächlich geholfen hat, einen Verlag, nämlich Stock, für einige seiner Prosawerke zu finden. | ||
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Zuckerkandl-Szeps interessiert sich auch für die politischen Beziehungen zwischen Österreich und Frankreich, und vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs hört sie nie auf, zusammen mit Clemenceau nach Möglichkeiten zu suchen, eine diplomatische Verständigung zwischen beiden Ländern herbeizuführen. In der Zwischenkriegszeit sieht sie in Painlevé die Möglichkeit, diese Beziehungen wiederzubeleben, und lädt ihn nach Wien ein, damit er sich mit Bundeskanzler Ignaz Seipel und den politischen, in ihrem Salon verkehrenden Persönlichkeiten trifft. Da die künstlerische Tätigkeit stark nachgelassen und neue Wege eingeschlagen hat, an denen sie wenig Gefallen findet, wendet sich Zuckerkandl-Szeps schließlich dem politischen Journalismus zu. Liberal und pazifistisch gesinnt, und von jeder Partei unabhängig, unternimmt sie 1924 eine große Tour durch Europa, um die großen österreichischen, französischen, englischen, deutschen und russischen Politiker zu treffen, was ihr erlauben soll, ihre Leser über das internationale politische Spiel zu informieren.s<ref>Zuckerkandl-Szeps 1939, | Zuckerkandl-Szeps interessiert sich auch für die politischen Beziehungen zwischen Österreich und Frankreich, und vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs hört sie nie auf, zusammen mit Clemenceau nach Möglichkeiten zu suchen, eine diplomatische Verständigung zwischen beiden Ländern herbeizuführen. In der Zwischenkriegszeit sieht sie in Painlevé die Möglichkeit, diese Beziehungen wiederzubeleben, und lädt ihn nach Wien ein, damit er sich mit Bundeskanzler Ignaz Seipel und den politischen, in ihrem Salon verkehrenden Persönlichkeiten trifft. Da die künstlerische Tätigkeit stark nachgelassen und neue Wege eingeschlagen hat, an denen sie wenig Gefallen findet, wendet sich Zuckerkandl-Szeps schließlich dem politischen Journalismus zu. Liberal und pazifistisch gesinnt, und von jeder Partei unabhängig, unternimmt sie 1924 eine große Tour durch Europa, um die großen österreichischen, französischen, englischen, deutschen und russischen Politiker zu treffen, was ihr erlauben soll, ihre Leser über das internationale politische Spiel zu informieren.s<ref>Zuckerkandl-Szeps 1939, 217–226</ref> Sie beginnt auch mit der Übersetzung politischer Artikel aus der französischen Presse und schreibt Berichte über die sozialen, politischen und kulturellen Verhältnisse in Frankreich. | ||
Dreißig Tage nach Hitlers Einmarsch in Wien flieht Zuckerkandl-Szeps nach Paris, wo ihr Sohn seit 1935 arbeitet. 1940 muss sie wieder fliehen, diesmal nach Algier, wo ihr Sohn Zuflucht gefunden hat. In den folgenden fünf Jahren arbeitet sie für die algerische Zeitung ''TAM, l’hebdomadaire de l’empire'' (TAM, Tunesien, Algerien, Marokko, das Wochenblatt des Reichs) und wirkt bei Radiosendungen mit. Schwer erkrankt darf sie nach Paris zurückkehren, wo sie im September 1945 ins Krankenhaus eingeliefert wird. Am 16. Oktober stirbt sie in Paris. Ihre Urne befindet sich auf dem Friedhof Père Lachaise. | Dreißig Tage nach Hitlers Einmarsch in Wien flieht Zuckerkandl-Szeps nach Paris, wo ihr Sohn seit 1935 arbeitet. 1940 muss sie wieder fliehen, diesmal nach Algier, wo ihr Sohn Zuflucht gefunden hat. In den folgenden fünf Jahren arbeitet sie für die algerische Zeitung ''TAM, l’hebdomadaire de l’empire'' (TAM, Tunesien, Algerien, Marokko, das Wochenblatt des Reichs) und wirkt bei Radiosendungen mit. Schwer erkrankt darf sie nach Paris zurückkehren, wo sie im September 1945 ins Krankenhaus eingeliefert wird. Am 16. Oktober stirbt sie in Paris. Ihre Urne befindet sich auf dem Friedhof Père Lachaise. | ||
Aktuelle Version vom 14. April 2026, 07:17 Uhr

Die österreichische Salonnière, Journalistin und Kunstkritikerin Berta Zuckerkandl-Szeps (* 13. April 1864 in Wien, † 16. Oktober 1945 in Paris) hat zahlreiche Artikel über die französische Kunst der Moderne verfasst, die zwischen 1893 und 1914 in der österreichischen Presse veröffentlicht wurden. Dank ihrer guten Beziehungen in Paris konnte sie als Kunstvermittlerin zwischen Österreich-Ungarn und Frankreich wirken: Durch ihre Artikel trug sie zur Verbreitung französischer Kunstwerke der Moderne bei und erreichte somit, dass französische Künstler sich an den internationalen Ausstellungen der Wiener Secession beteiligten, wobei ihr Salon zu einer Drehscheibe der österreichisch-französischen Verbindungen wurde, nicht nur für Kunst, sondern auch für Literatur, Musik, Theater und Politik.
Salonnière und Kunstkritikerin
Berta Szeps wurde am 13. April 1864 in Wien geboren und wuchs im kosmopolitischen, modern gesinnten Milieu der wohlhabenden jüdischen Bourgeoisie auf. Die Hauslehrer wurden vom Vater Moritz Szeps[1] (1835–1902) angestellt, der als Chefredakteur die liberale Zeitung Neues Wiener Tagblatt[2] leitete und besonderen Wert darauf legte, seinen fünf Kindern allumfassende Kenntnisse zuteil werden zu lassen, sowohl in Literatur und Fremdsprachen, als auch in Physik und Chemie. Theater, Musik und schöne Künste nahmen auch einen wichtigen Platz im Leben der Familie ein.
Mit achtzehn Jahren wird Berta Szeps Privatsekretärin ihres Vaters, der damals öfters nach Frankreich reist, um sich mit bedeutenden Persönlichkeiten der französischen Politik zu treffen, wie etwa Léon Gambetta[3] (1838–1882)und Georges Clemenceau[4] (1841–1929). Bemüht, ein politisches Bündnis zwischen Österreich und Frankreich zu fördern, treffen sich Moritz Szeps und Clemenceau schon ab 1883 regelmäßig in Paris oder Wien,[5] manchmal in Anwesenheit von Berta und ihrer älteren Schwester Sophie (1862–1937), die am 22. Dezember 1886 Paul Clemenceau (1857–1946) heiratet. Berta Szeps heiratet ihrerseits am 15. April 1886 den Anatomen und Universitätsprofessor Emil Zuckerkandl[6] (1849–1910). Das einzige Kind, Fritz (1885–1983), wird am 30. Juli 1895 geboren.
Zuckerkandl-Szeps wird von ihrem Mentor Georges Clemenceau in den Bereich der Kunst eingeweiht. Sie hat zwar Kunstgeschichte studiert, er ist es aber, der sie in den Pariser Galerien mit dem Impressionismus und dem Jugendstil vertraut macht: es ist Zuckerkandl-Szeps’ erster Kontakt mit der Moderne. Ab 1887 besucht sie mit Clemenceau das Atelier von Auguste Rodin (1840–1917) und macht am Anfang der 90er Jahre die Bekanntschaft von Gustave Geffroy[7] (1855–1926) und Eugène Carrière[8] (1849–1906). 1894 besucht sie auch mit Clemenceau die berühmte Pariser Salonnière Aline Ménard-Dorian[9] (1850–1929).[10] Aus diesen Erfahrungen erwächst bei Zuckerkandl-Szeps der Entschluss, Salonnière und Kunstkritikerin zu werden.
Zuckerkandl-Szeps beginnt 1893 ihre Laufbahn als Kunstkritikerin mit der Veröffentlichung eines Porträts von Geffroy im von ihrem Vater geleiteten Neuen Wiener Tagblatt. Von diesem Zeitpunkt an veröffentlicht sie jede Woche Porträts von Künstlern oder Ausstellungsrezensionen. 1894 wird sie von Hermann Bahr (1863–1934) aufgefordert, Redaktionsmitglied des Wochenblatts Die Zeit zu werden, für das sie bis 1898 vor allem Beiträge über die französische Kunst verfasst. Ihre Aufenthalte in Paris bilden dann jeweils den Hauptinhalt ihrer Rezensionen. Von 1898 bis 1922 schreibt sie die Kunstchroniken für die Wiener Allgemeine Zeitung. Parallel dazu arbeitet sie für österreichische und deutsche Kunstzeitschriften, z.B. Ver Sacrum, Wiener Rundschau, Die Kunst für alle, Deutsche Kunst und Dekoration oder Kunst und Kunsthandwerk.
Dank ihrer Pariser Beziehungen gelingt es ihr schon ab 1896, das Interesse der Vorreiter der modernen österreichischen Kunst zu erwecken, namentlich von Gustav Klimt (1862–1918), Josef Hoffmann (1870–1956) und Koloman Moser (1868–1918), die im folgenden Jahr die Wiener Secession gründen. Sie bitten sie, ihr Sprachrohr zu werden, und das bleibt sie, bis Klimt 1905 aus der Vereinigung austritt. Sie gehört mit Bahr und Ludwig Hevesi (1843–1910) zu den Verteidigern der Wiener Secession und des Jugendstils, deren Arbeiten sie mit den revolutionärsten französischen Werken vergleicht, um die Bewegung zu legitimieren. So verteidigte sie insbesondere Klimt, als er von der öffentlichen Meinung kritisiert wurde, indem sie meisterhaft seine Arbeit erklärte und ihn dabei mit Rodin verglich. Den Bildhauer lädt sie im Juni 1902 nach Wien ein, stellt ihn Klimt vor und führt ihn in ihren Salon ein.[11]
Der Salon von Berta Zuckerkandl-Szeps, ursprünglich den Kollegen ihres Gatten vorenthalten, gewinnt schon Mitte der 90er Jahre an Bedeutung und wird immer mehr von Musikern und Schriftstellern der Avantgarde, dann von Künstlern der Wiener Secession besucht. Er entwickelt sich zum bedeutendsten Salon in Österreich-Ungarn, fünf Jahrzehnte lang verkehrt hier die fortschrittliche Wiener Intelligenzia, etwa Gustav Mahler (1860–1911), Max Burckhardt (1854–1912), Arthur Schnitzler (1862–1931), Hugo von Hofmannsthal (1874–1929), Stefan Zweig (1881–1942), Max Reinhardt (1873–1943), Ignaz Seipel[12] (1876–1932) Egon Friedell (1878–1938)), oder, unter den französischen Berühmtheiten, die sich zeitweilig in Wien aufhalten, Maurice Ravel (1875–1937), Paul Poiret[13] (1879–1944), Paul Painlevé[14] (1863–1933), Paul Géraldy (1885–1983) und Henri-René Lenormand (1882v–1951).
Ihre Doppeltätigkeit als Salonnière und Kunstkritikerin sichert Zuckerkandl-Szeps einen privilegierten Platz im Rahmen des künstlerischen, kulturellen und politischen Austausches, den sie zwischen Österreich-Ungarn und Frankreich initiiert und etwa vierzig Jahre lang weiterentwickelt hat. In den 90er Jahren hat sie sich zum Hauptziel gesetzt, die französische Kunst der Moderne nach Wien zu importieren, um die Entstehung einer modernen österreichischen Kunst zu ermöglichen und dann die Künstler der Secession bei ihrer Entwicklung zum Jugendstil zu begleiten. Damit verbindet sie auch das Ziel, das dieser Entwicklung widerstrebende Publikum von der Notwendigkeit eines solchen Prozesses zu überzeugen und schließlich die österreichische Regierung anzuregen, die Modernität zu unterstützen und aus Wien eine vorrangige Kunsthauptstadt zu machen. In den ersten zehn Jahren würdigt sie vor allem die aus dem Jugendstil, dem Impressionismus und dem Post-Impressionismus hervorgegangenen Künstler. Sie schreibt auch Rezensionen über Ausstellungen, z.B. die Salons der Akademie der schönen Künste, die Weltausstellung 1900 und die Herbstsalons. Ab 1905 erweitert sie immer mehr das Feld der behandelten Themen und widmet sich sowohl der französischen Romantik als auch den neuen Tendenzen des Fauvismus und des Kubismus. Parallel dazu stellt sie der Secession ihr Pariser Netzwerk zur Verfügung, damit französische Künstler sich an den von der Vereinigung organisierten internationalen Ausstellungen beteiligen, insbesondere Rodin, Carrière, Claude Monet (1840–1926), Albert Besnard (1849–1934), sowie Hermann Paul (1864–1940).[15] Um 1911–1912 spielt sie eine vorrangige Rolle als Vermittlerin zwischen Paul Poiret und der Wiener Werkstätte, bei der Poiret viele Stoffe kauft.[16] In ihren verschiedenen Schriften versucht sie verstärkt zu zeigen, dass Frankreich in zahlreichen Bereichen besonders attraktiv ist und eine außerordentliche Antriebskraft für Österreich-Ungarn darstellen kann.
Die Übersetzerin und literarische Vermittlerin
Auf dem Gebiet von Literatur und Theater setzt sich Berta Zuckerkandl ebenfalls für die gegenseitige Anerkennung der zeitgenössischen Schriftsteller in beiden Ländern ein, aber in diesem Bereich, wie übrigens auch in dem der Malerei, scheint der Transfer von Österreich nach Frankreich schwieriger gewesen zu sein als umgekehrt. Immerhin entdeckt dank ihrer Initiativen das Wiener Publikum in den 20er und 30er Jahren manche französischen Dramatiker: mehrere heute in Vergessenheit geratene Erfolgsautoren (Denys Amiel, Léopold Marchand, Alfred Savoir), aber auch bekanntere Dramatiker wie z.B. Jean Anouilh[17], von dem sie Le Voyageur sans bagages übersetzt (1937, am 21. Dezember desselben Jahres im Deutschen Volkstheater in einer Inszenierung von Heinrich Schnitzler unter dem Titel Passagier ohne Gepäck aufgeführt), Jean Giraudoux, von dem sie zusammen mit Annette Kolb[18] La Guerre de Troie n’aura pas lieu (1935) übersetzt, unter dem Titel Es kommt nicht zum Krieg (Theater in der Josefstadt, 6. November 1936), und Sacha Guitry[19] (Debureau, 3. März 1928 am Burgtheater). In quantitativer Hinsicht interessiert sie sich überwiegend für Paul Géraldy und Henri-René Lenormand. Von Géraldy übersetzt sie fünf Werke (Aimer [Aimée], 1924; Robert et Marianne, 1928; L’homme de joie [Liebling], 1929; Amour [So ist die Liebe], 1930 und Do-mi-sol-do, 1934), ebenso wie von Lenormand (Les Ratés [Die Namenlosen], 1922; L’Homme et ses fantômes [Stimmen aus dem Dunkel], 1925; Le Lâche [Der Feigling], 1928; L’Amour magicien [Magische Liebe], 1929 und Asie [Asien], 1933). Mehrere Theaterstücke von Géraldy und Lenormand erscheinen in Zuckerkandls Übersetzung bei Zsolnay (Berlin, Wien).
In die andere Richtung scheitern allerdings die Bemühungen von Géraldy und Lenormand, auf Zuckerkandls Hofmannsthal und Schnitzler auf die Pariser, bzw. französischen Bühnen zu bringen. Schnitzler gibt jedoch zu, dass Zuckerkandl, die er 1923 als Literaturagentin mit seinen Interessen in Frankreich betraut hat, ihm tatsächlich geholfen hat, einen Verlag, nämlich Stock, für einige seiner Prosawerke zu finden.
Die politischen Verbindungen
Zuckerkandl-Szeps interessiert sich auch für die politischen Beziehungen zwischen Österreich und Frankreich, und vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs hört sie nie auf, zusammen mit Clemenceau nach Möglichkeiten zu suchen, eine diplomatische Verständigung zwischen beiden Ländern herbeizuführen. In der Zwischenkriegszeit sieht sie in Painlevé die Möglichkeit, diese Beziehungen wiederzubeleben, und lädt ihn nach Wien ein, damit er sich mit Bundeskanzler Ignaz Seipel und den politischen, in ihrem Salon verkehrenden Persönlichkeiten trifft. Da die künstlerische Tätigkeit stark nachgelassen und neue Wege eingeschlagen hat, an denen sie wenig Gefallen findet, wendet sich Zuckerkandl-Szeps schließlich dem politischen Journalismus zu. Liberal und pazifistisch gesinnt, und von jeder Partei unabhängig, unternimmt sie 1924 eine große Tour durch Europa, um die großen österreichischen, französischen, englischen, deutschen und russischen Politiker zu treffen, was ihr erlauben soll, ihre Leser über das internationale politische Spiel zu informieren.s[20] Sie beginnt auch mit der Übersetzung politischer Artikel aus der französischen Presse und schreibt Berichte über die sozialen, politischen und kulturellen Verhältnisse in Frankreich.
Dreißig Tage nach Hitlers Einmarsch in Wien flieht Zuckerkandl-Szeps nach Paris, wo ihr Sohn seit 1935 arbeitet. 1940 muss sie wieder fliehen, diesmal nach Algier, wo ihr Sohn Zuflucht gefunden hat. In den folgenden fünf Jahren arbeitet sie für die algerische Zeitung TAM, l’hebdomadaire de l’empire (TAM, Tunesien, Algerien, Marokko, das Wochenblatt des Reichs) und wirkt bei Radiosendungen mit. Schwer erkrankt darf sie nach Paris zurückkehren, wo sie im September 1945 ins Krankenhaus eingeliefert wird. Am 16. Oktober stirbt sie in Paris. Ihre Urne befindet sich auf dem Friedhof Père Lachaise.
Schon im Jahre 1938 hat Zuckerkandl-Szeps angefangen, ihre Autobiografie niederzuschreiben, Ich erlebte fünfzig Jahre Weltgeschichte, deren englische, französische und niederländische Fassungen fast gleichzeitig erscheinen (Calmann-Lévy: Paris 1939, Übersetzung von Maurice Rémon unter dem Titel Souvenirs d’un monde disparu, Autriche 1878–1938). Die persönlichen Erinnerungen gewinnen dabei manchmal die Oberhand über die Fakten.[21]
Quellen und externe Links
- ↑ https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Moritz_Szeps
- ↑ https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Neues_Wiener_Tagblatt
- ↑ https://www.universalis.fr/encyclopedie/leon-gambetta/
- ↑ https://musee-clemenceau.fr/clemenceau/biographie/
- ↑ Zuckerkandl-Szeps 1944, 23–25
- ↑ https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Emil_Zuckerkandl
- ↑ https://www.inha.fr/dictionnaire-critique-des-historiens-de-lart-actifs-en-france-de-la-revolution-a-la-premiere-guerre-mondiale/geffroy-gustave-inha/
- ↑ https://www.alsace-histoire.org/netdba/carriere-eugene/
- ↑ https://maitron.fr/spip.php?article121594
- ↑ Zuckerkandl-Szeps 1944, 53
- ↑ Zuckerkandl-Szeps 1939, 150–151
- ↑ https://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_S/Seipel_Ignaz_1876_1932.xml
- ↑ https://poiret.com/fr-row/brand/paul-poiret
- ↑ https://cths.fr/an/savant.php?id=110961
- ↑ Weirich, 2023
- ↑ Zuckerkandl 1970, 100–104
- ↑ https://www.universalis.fr/encyclopedie/jean-anouilh/
- ↑ https://www.dictionnaire-creatrices.com/fiche-annette-kolb
- ↑ https://www.universalis.fr/encyclopedie/sacha-guitry/
- ↑ Zuckerkandl-Szeps 1939, 217–226
- ↑ Scheichl, 2012
Bibliografie
Primärliteratur
- Zuckerkandl, Berta: Zeitkunst Wien 1901–1907. Wien–Leipzig: Hugo Heller & Cie 1908.
- Zuckerkandl-Szeps, Berta: Ich erlebte fünfzig Jahre Weltgeschichte. Stockholm: Bermann-Fischer 1939.
- Zuckerkandl-Szeps, Berta: Souvenirs d’un monde disparu, Autriche 1878–1938. Paris: Calmann-Lévy 1939.
- Zuckerkandl-Szeps, Berthe: Clemenceau tel que je l’ai connu. Alger: Éditions de la Revue Fontaine 1944.
- Zuckerkandl, Berta: Österreich Intim, Erinnerungen 1892–1942, hrsg. von Reinhardt Federmann. Frankfurt/Main–Wien: Propyläen 1970.
Sekundärliteratur
- Fetz, Bernhard (Hrsg.): Berg, Wittgenstein, Zuckerkandl. Zentralfiguren der Wiener Moderne. Wien: Paul Zsolnay Verlag (Reihe „Profile“) 2018.
- Klugsberger, Theresia und Pleyer, Ruth: Flucht! Berta Zuckerkandl von Bourges nach Algier im Sommer 1940. Wien: Czernin Verlag 2013.
- Redl, Renate: Berta Zuckerkandl und die Wiener Gesellschaft. Ein Beitrag zur österreichischen Kunst- und Gesellschaftskritik. Dissertation: Universität Wien 1978.
- Scheichl, Sigurd Paul: Eine Autobiographie mit zwei Funktionen. Bertha Zuckerkandls Lebensgeschichte – für Franzosen und für Emigranten. In Michaela Enderle-Ristori (Hrsg.): Traduire l’exil. Das Exil übersetzen. Tours: Presses Universitaires François-Rabelais 2012 (Reihe „Traductions dans l’Histoire“), S. 103–122.
- Weirich, Armelle: Berta Zuckerkandl. De Klimt à Rodin, une salonnière et critique d’art entre Vienne et Paris. Rennes: PUR 2023.
- Zieger, Karl: Berta Zuckerkandl, Akteurin des „Imports“ französischen Theaters auf Wiener Bühnen. In Julia Danielczyk et al. (Hrsg.): Zurück in die Zukunft – digitale Medien, historische Buchforschung und andere komparatistische Abenteur. Festschrift für Norbert Bachleitner. Wiesbaden: Harrassowitz 2016, S. 145–156.
Autor
Armelle Weirich, unter Mitarbeit von Karl Zieger für den literarischen Teil.
Übersetzung: Hélène Belletto-Sussel
Onlinestellung: 13/04/2026
